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Brandschutzwoche

 

Großübung mit allen Wehren der Kreisstadt an der Festung Rosenberg:

 „Machen Sie mit bei Ihrer Freiwilligen Feuerwehr“, richtete der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Kronach Georg Hugel bei einer Großübung im Rahmen der „Feuerwehr-Aktionswoche 2003“ einen leidenschaftlichen Appell an die Bevölkerung, aktiv bei ihrer Feuerwehr mitzuwirken.

 260 Rettungskräfte von Feuerwehr und THW stellten bei einer eindrucksvollen Großübung aller Feuerwehren der Kreisstadt Kronach auf der Festung Rosenberg ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Dabei wurde die schwierige Wasserzufuhr in Zusammenarbeit aller Wehren mit Bravour bewältigt.


Angenommen wurde ein Brand vom Dicken Turm bis hinüber zum Fürstenbau. Die Wehren zeigten, dass selbst große Fahrzeuge wie die Drehleiter schnell durch das Burgtor in den Innenbereich kommen. Mit der Drehleiter wurden aus einer Wohnung zwei Personen „gerettet“.

Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Kronach Georg Hugel begrüßte die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer zur „Feuerwehr-Aktionswoche 2003“ und erläuterte das Geschehen. Die Festung Rosenberg genieße als Kulturdenkmal im Brandschutz oberste Priorität. Bei einem größeren Brand wird hier das Löschwasser schnell knapp und muss vom Tal heraufgepumpt werden. Deshalb wirkten auch alle zwölf Statteilfeuerwehren, die Werkfeuerwehr Loewe  und eine Beleuchtungsgruppe des THW bei der Großübung mit.

Schnell nach Auslösen des Alarms waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und begannen unverzüglich mit dem Aufbau der Wasserversorgung für ein Tanklöschfahrzeug von einem Hydranten in den Zeughausinnenhof. Ein zweiter Trupp ging unter Atemschutz zum Inneneinsatz vor. Ein zweites Fahrzeug rüstet am Oberflurhydranten beim Aufgang zum Kommandantenbau an und verlegt eine B-Leitung mit B-Rohr gegen den Kommandantenbau. Auch von diesem Fahrzeug geht ein zweites Trupp unter Atemschutz zum Inneneinsatz vor. Damit ist für das Erste die Löschwasserentnahme aus den Hydranten ausgeschöpft, da das Hydrantennetz auf der Festung nur eine Entnahme von 800 Litern pro Minute zulässt.

Für die weiteren Löschfahrzeuge dienten drei Zisternen auf der Festung mit einem Fassungsvermögen von 60 bis 500 Kubikmetern zur Löschwasserbereitstellung. Die Größte mit 500 Kubikmeter speist die Druckerhöhungsanlage auf der Festung und versorgt die Obere Stadt mit Wasser. Um das Wasser aus den Zisternen kümmerten sich die Wehren Neuses, Kronach, Wötzelsdorf und die Loewe Werksfeuerwehr.

 

 

 

 

 

 

 

Die Feuerwehren Vogtendorf, Höfles, Fischbach und Gundelsdorf verlegten eine Förderleitung vom Stadtturm über die Festungsstraße zur Festung.

Vom Bauerswehr an der Haßlach verlegten die Feuerwehren Seelach, Gehülz, Glosberg, Knellendorf und Dörfles eine lange Schlauchstrecke über die Haingasse zum Parkplatz an der Festungsmauer. Von dort leitete die FFW Dörfles eine Leitung zum Faltbehälter auf der Festung, der von zwei Trupps des Kronacher LF 16/12 errichtet wurde. Die Friesener Wehr entnahm Wasser aus dem Faltbehälter und trug einen Löschangriff vor.

Die Werkfeuerwehr Loewe unterstützte an der Zisterne die FFW Neuses und schaltete sich in die Brandbekämpfung ein. Der Ortsverband des THW Kronach leuchtete den Einsatzort aus um eine unfallfreie und effektive Arbeit zu gewährleisten.


Die Feuerwehr-Aktionswoche 2003 stand heuer unter dem Motto:

„Viele stecken heute den Kopf in den Sand, wir halten ihn für Sie hin!“, erläuterte Georg Hugel. Dieses Motto sei nicht einfach aus der Luft gegriffen, sondern entspreche dem Verhalten vieler Bürger der Wohlstandsgesellschaft, welche vom Helfen-wollen nicht viel halten. „Für nichts interessieren, sich an nichts beteiligen - aber von den anderen verlangen, dass sie da sind um notfalls kritisieren zu können.“ Es sollte allen Bürgern - auch den politisch Verantwortlichen und Entscheidungsträgern - bewusst sein, wer kommt um zu helfen, wenn eine Wohnung in Flammen steht oder gar Familienmitglieder darin vermisst sind. „Wer kommt wenn bei einem Unfall Personen eingeklemmt sind? Wer kommt wenn unsere Umwelt durch Chemieunfälle oder andere  Umstände bedroht ist? Wer riskiert dann Gesundheit. seinen Arbeitsplatz oder gar sein Leben. nur um anderen zu helfen? Es sind dies die Freiwilligen in den Feuerwehren. von denen es Gott sei Dank noch rund 340.000 in Bayern gibt, denen 2.500 Berufsfeuerwehrleute gegenüber stehen“, unterstrich Hugel. Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung stehe unter dem Schutz von freiwilligen und ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männern. In Oberfranken seien 43.800 bei 1.211 Freiwilligen Feuerwehren  im Bezirksfeuerwehrverband zusammengeschlossen.

Doch Feuerwehr sei nicht nur retten, löschen, bergen, schützen, sondern auch kulturelles Engagement in den Ortschaften und Städten sowie qualifizierte und zukunftsorientierte Jugendarbeit. „Denken wir etwas zurück auf die abgelaufenen Großveranstaltungen innerhalb unserer Stadt im Rahmen der Tausendjahrfeier.“

Mit der Übung sollte der Bevölkerung, den Bürgermeistern und Stadträten das Zusammenspiel aller Feuerwehren in der Kreisstadt und des THW gezeigt werden, erläuterte Kommandant Burkhard Grebner. Dabei sei deutlich geworden dass kein Gerät zuviel vorhanden sei und dass auch bei knappen Kassen nicht an der Sicherheit der Bevölkerung und der Gewerbebetriebe gespart werden dürfe. Auch die Sicherheit der Wehrleute müsse gewährleistet bleiben.

 

 

 


Auch während der Übung sei an die Sicherheit in der Stadt gedacht worden. Das Löschfahrzeug LF 16/12 blieb einsatzbereit unbeteiligt, um auch in dieser Zeit den Feuerschutz sicherzustellen. Kommandant Grebner dankte allen – und hier gerade den Selbständigen - die während ihrer Arbeitszeit kommen und den Betrieben, die ihre Mitarbeiter für den Feuerwehrdienst freistellen.

 

Bericht und Fotos: Rainer Glissnik - Herzlichen Dank für die Überlassung

 

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