Feuerwehr Kronach übt
Ernstfall
Sicherheit für Müllumladestation gewährleistet
Eine
Einsatzübung unter realen Bedingungen hatte die Feuerwehr Kronach an der
Müllumladestation in Kronach-Neuses am vergangenen Montag durchzuführen. In
der Anlage, welche durch den Zweckverband für Abfallwirtschaft in
Nordwest-Oberfranken betrieben wird, werden öfters durch einen Bediensteten
allein Wartungsarbeiten an den Kränen und Hochbauteilen durchgeführt. Dabei
ist dieser mit einem Rettungsgeschirr gesichert. Kommt es zu einem Absturz,
würden er zwar vor dem Fall in die Tiefe bewahrt bleiben, hing aber elf
Meter über dem Boden und könnten sich aus dieser Situation nicht selbst
befreien. Da bei längerem Hängen im Rettungsgeschirr Schädigungen auftreten
können, forderten die Sicherheitsfachleute, dass eine abgestürzte Person,
welche den Notruf über ein mitgeführtes Handy absetzen würde, spätestens
nach 20 Minuten gerettet werden kann. Ob dieses Zeitfenster eingehalten
werden kann, musste daher durch die Feuerwehr Kronach nachgewiesen werden.
Um 19.15 Uhr alarmierte die Polizeiinspektion die Kronacher Wehr, welche mit
der Drehleiter, dem Rüstwagen und einem Versorgungsfahrzeug unter
Einsatzbedingung vom Gerätehaus Kronach nach Neuses abrückte.
In
der Müllumladestation wurde sofort die Drehleiter in Stellung gebracht und
um 19.25 Uhr - genau 10 Minuten nach Mitteilung - konnte die im
Sicherheitsgeschirr hängende Puppe in den Korb der Drehleiter genommen
werden. Somit bietet die Feuerwehr Kronach nachweisbar die erforderliche
schnelle Hilfe im Unglücksfall. Vor Ort waren neben dem Kronacher
Kommandanten Burkhard Grebner auch der stellvertretende Kommandant der
örtlich zuständigen Feuerwehr Neuses Andreas Höfner sowie die
Kreisbrandmeister Martin Panzer und Roland Schedel. Im Anschluss bedankten
sich die Vertreter der Betriebsführung für die eindrucksvolle Demonstration
der schnellen Hilfe durch die Feuerwehr.
Bericht und Fotos: Stefan Wicklein