
Fünf Atemschutzgeräteträger fit für Gefahrguteinsätze gemacht
Im Rahmen einer Sonderausbildung konnten fünf weitere
Atemschutzgeräteträger der Kronacher Feuerwehr in den Umgang mit
Chemikalienschutzanzügen eingewiesen werden. KBM Hans Stumpf, zuständig
unter anderem für den Bereich Gefahrgut, führte den Lehrgang durch und wurde
dabei von Karlheinz Pohl, dem Sachgebietsleiter Atemschutz der Kronacher
Wehr, unterstützt.

Der erste Teil der Ausbildung bestand aus einem ganztägigen Seminar,
welches am Samstag, 23.09.2007 stattfand. Hier erhielten die Teilnehmer
zunächst die nötige theoretische Einweisung, bevor es an den praktischen
Umgang mit der Ausrüstung ging.
Ausbildungsinhalte waren unter anderem mögliche Einsatzszenarien und die
daraus resultierenden Einsatzmöglichkeiten. Als weiteres Thema standen
Kennzeichnungs- und Transportvorschriften für gefährliche Güter auf dem
Programm, da auch diese Kenntnisse für den Einsatz unbedingt nötig sind.
Handhabung und Gewöhnung an den Anzug, sowie Notfalltraining und
Dekontamination bildeten dann die Schwerpunkte in der Praxis.

Als Abschluss fand am folgenden Donnerstag noch eine Einsatzübung im
städtischen Bauhof an der Ludwigsstädter Straße statt, bei der das Gelernte
unter realen Bedingungen ausprobiert werden konnte.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Lehrganges
konnten folgende Kameraden ihr Zeugnis in Empfang nehmen:
Peter Höhne, Christian Reuß, Matthias Bauer, Thomas
Gareis und Martin Schedel.

KBM Hans Stumpf bedankte sich anschließend noch bei
den Teilnehmern für ihre geopferte Zeit und ihre Einsatzbereitschaft. Dies
betonte auch stv. Kommandant Christian Lieb. Schließlich leisteten die
Kronacher Wehrmänner in diesem Jahr bereits eine große Zahl von
Einsätzen und Übungen, und haben nun einen weiteren freien Samstag für die
Feuerwehr und somit für ihre Mitbürger geopfert. Besonderer Dank galt
natürlich auch den Lehrgangsleitern, die ebenfalls viel von ihrer Freizeit
einbrachten.
Hintergrundwissen Chemieschutzanzüge (CSA):Bei den
sogenannten "CSA" handelt es sich um vollständig geschlossene Anzüge,
die ihren Träger vor schädlichen Umwelteinflüssen, insbesondere vor
ausgetretenen Chemikalien oder Gasen, schützen sollen. Da die Anzüge
hermetisch gegen die Umwelt abgeschlossen sind, muss darunter eine
unabhängige Luftversorgung in Form eines Atemschutzgerätes, des so
genannten Pressluftatmers, mitgeführt werden. Der Einsatz dieser
Schutzausrüstung stellt hohe Anforderungen an die damit ausgerüsteten
Feuerwehrleute. Zum einen sind natürlich Sicht, Gehör und auch der
Tastsinn sehr stark eingeschränkt. Außerdem gibt es einen erheblichen
Hitzestau, der gerade in Verbindung mit körperlicher Arbeit oder warmen
Temperaturen den Träger stark belastet. Natürlich stellt der Umgang mit
gefährlichen Stoffen schon von Haus aus eine besondere Einsatzsituation
dar, die umfangreiche Maßnahmen nötig macht und naturgemäß auch für
Rettungskräfte eine erhöhte Gefährdung darstellt.
Bericht: Christian Lieb
Fotos: Florian Pohl, Gottfried Möller
