Gefahren durch Sturmholz
Sonderausbildung bei der FFW Kronach
Welche Schwierigkeiten und Gefahren bei der Beseitigung von Sturmholz
bestehen, hat der Orkan Kyrill im Frühjahr deutlich gezeigt. Gerade von den
Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren, die nicht regelmäßig mit
Waldarbeiten konfrontiert sind, können solche Gefahren oft nur schwer
eingeschätzt werden. Trotzdem sind sie gefordert, wenn umgebrochene Bäume
Straßen versperren oder im schlimmsten Fall sogar Menschen unter sich
begraben haben.
Daher fand für die Dienstgrade und Maschinisten der Feuerwehr Kronach am
vergangenen Freitag eine besonders praxisnahe Ausbildung statt. Kommandant
Burkhard Grebner demonstrierte anhand verschiedener, beim letzten Sturm in
seinem eigenen Wald an der Hammermühle umgebrochener Bäume, wie an solche
Einsatzsituationen herangegangen werden muss. Es zeigte sich, wie schwer
sich das unter hoher Spannung stehende Holz einschätzen und kontrollieren
lässt. Hinzu kommen weitere Faktoren, wie aufstehende Wurzelteller, welche
beim Absägen des Stammes zurückschnellen oder ineinander liegendes Holz,
welches sich beim Fällen plötzlich in nicht kontrollierbare Richtung
abdreht.
Grebner erläuterte verschiedene Arbeitstechniken, die den Einsatzkräften
im Ernstfall den unbedingt erforderlichen Eigenschutz gewährleisten. Dabei
sei auch die sichere Handhabung der Motorsäge sehr wichtig, da diese zu
einem der gefährlichsten Arbeitsgeräte bei der Feuerwehr zähle, so Grebner.
Unbedingt seien daher die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten, denn zum
Beispiel der fahrlässige Verzicht auf Schutzkleidung könne zu
lebensgefährlichen Verletzungen führen.
Kreisbrandmeister und stellvertretender Kommandant Martin Panzer bedankte
sich bei Grebner für die eindrucksvolle Demonstration. Im Anschluss lud der
Kommandant seine Mannschaft noch zu einer "Holzfällerbrotzeit" ein.
Bericht: Stefan Wicklein