
Einweihung eines neuen ELW
von Rainer Glissnik, Neue Presse

v.l.: Vorsitzender Stefan Wicklein, Martin Knorr (MK
Funktechnik), Ehren_KBI Bernd Steger, Ehrenkommandant
Burkhard Grebner, KBR Joachim Ranzenberger, Christina Hofmann (Autohaus
Endres), KBI Matthias Schuhbäck,
Pfarrer Martin Gundermann, Regionaldekan Thomas Teuchgräber, Gerätewart
Georg Panzer, stv. Landrat Gerhard
Wunder, Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, Kommandant KBM Martin Panzer.
Kronach – Die Freiwillige Feuerwehr Kronach konnte mit einem
„Mercedes Vito“ ein neues Einsatzleitfahrzeug in Dienst stellen.
Regionaldekan Thomas Teuchgräber und Pfarrer Martin Gundermann segneten das
Fahrzeug und alle, die damit zum Einsatz ausrücken werden.
Was nützt der motivierteste Feuerwehrmann, wenn sein Arbeitsgerät
veraltet oder nicht mehr richtig einsetzbar ist, fragte der Vorsitzende der
Freiwilligen Feuerwehr Kronach Stefan Wicklein. Seine Wehr freue sich
deshalb, die Indienststellung eines neuen Einsatzleitfahrzeuges begehen zu
können. Am 1987 angeschafften alten Fahrzeug zeigten sich erhebliche
Rostmängel und der TÜV gewährte nur noch eine Frist von einem Jahr. Handeln
war also geboten.
Durch Stadtkämmerer Friedrich Schedel wurden kurzfristig die staatlichen
Zuschüsse beantragt. Trotz der schwierigen finanziellen Situation der Stadt
Kronach habe der Stadtrat einstimmig die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs
beschlossen. Das günstigste Komplettangebot kam von der Firma Mercedes Benz.
Ausdrücklich dankte Wicklein dem Autohaus Endres mit dessen
Geschäftsführerin Kristina Hofmann. Es entstand ein funktionelles Fahrzeug,
das auf die Belange der Kronacher Wehr abgestimmt ist.
Auch der Feuerwehrverein habe sich mit eingebracht. Durch großzügige
Spenden des 2. Vorsitzenden Gottfried Möller, des 2. Kommandanten Christian
Lieb sowie von Professor Dr. Dr. Hans Hablitzel konnten auch zwei
Frontblitzer angeschafft werden. Nicht verzichtet werden sollte auf eine
moderne EDV-Technik. Der Verein finanzierte ein Notebook mit Drucker sowie
einen Spannungswandler. Organisiert wurde die Beschaffung von Zugführer
Ludwig Klinger. Abschließend dankte Wicklein Alexander Neubauer von der
Firma AS-Design, Neuses, für die Beschriftung und bei Gerätewart Georg
Panzer.
Das Feuer abzuwehren sei nicht mehr die Hauptaufgabe der Freiwilligen
Feuerwehren, erläuterte Kommandant Martin Panzer. technische Hilfeleistung,
Maßnahmen bei Unfällen mit Gefahrstoffen oder der Einsatz bei Not- und
Katastrophenfällen seien inzwischen häufiger gefragt als der Kampf gegen den
„roten Hahn“. Die Einsätze seien anstrengend und forderten Können, Mut,
Geschicklichkeit, Teamgeist und Nervenstärke. Dazu gehörten auch Fahrzeuge
und Gerätschaften auf dem neuesten Stand der Technik. „Die Feuerwehr ist ein
Hauptbestandteil der örtlichen Sicherheit“, betonte Panzer. Eine gut
ausgestattete Feuerwehr sei notwendig um die Sicherheit der Bürger zu
gewährleisten.
Die Mängel am alten Einsatzleitfahrzeug seien letztlich den
Feuerwehrleuten zu brenzlig geworden. Die technische Ausstattung mit
modernen Kommunikationsmitteln ermögliche das Aufrufen vielfältiger
Informationen wie Einsatzpläne, Gefahrgutprogramm, Straßenverzeichnisse und
Hydrantenpläne. Die Feuerwehr werde mit dem neuen Fahrzeug
verantwortungsvoll umgehen, versicherte der Kommandant. Im Jahr 2009 seien
es bereits 215 Einsätze für die Kronacher Wehr gewesen.
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein würdigte ausdrücklich die Leistung
der Wehrleute. Trotz schwieriger Finanzlage sei der Anschaffung einhellig
zugestimmt worden. „Ihr leistet alle einen wichtigen Dienst, um für die
Sicherheit der Menschen da zu sein.“ Der hervorragende Feuerschutz für die
Stadt sei keineswegs selbstverständlich. Im Jahr 2011 soll ein neues
Tanklöschfahrzeug angeschafft werden.
Regionaldekan Thomas Teuchgräber und Pfarrer Martin Gundermann segneten
das Fahrzeug und alle, die damit zum Einsatz ausrücken werden. Der neue
Stadtpfarrer freute sich besonders, dass seine erste Segnungshandlung ihn
zur Feuerwehr führte. Er selbst habe Teile einer Truppmannausbildung
absolviert und immer als Notfallseelsorger mitgemacht. Es sei ein Zeichen
der Nächstenliebe, wenn sich Christen für Menschen in Gefahr einsetzten.
„Die Feuerwehren leisten eine hervorragende Arbeit“, lobte auch
stellvertretender Landrat Gerhard Wunder. Die Notwendigkeit des
Einsatzleitfahrzeugs für die größte Feuerwehr im Landkreis unterstrich
Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger. Es sei ein Stück Lebensqualität für die
Bevölkerung zu wissen, dass im Notfall schnell qualifizierte Hilfe kommt.
Vorsitzender Stefan Wicklein begrüßte die vielen Gäste und Wehrleute,
darunter besonders Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein und seine
Stellvertreter Angela Hofmann und Hans Simon, stellvertretenden Landrat
Gerhard Wunder, Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, Kreisbrandinspektor
Matthias Schuhbäck, Ehrenkreisbrandinspektor Bernd Steger sowie Familie
Hofmann vom Autohaus Endres.
Wicklein freute sich, dass der neue Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber bereits
in seiner Antrittpredigt eine enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr
angekündigt hatte.