
Besichtigung der Kronacher Feuerwehr
Standort Gerätehaus soll 2010 festgelegt werden

65 Aktive zur Besichtigung angetreten
Die turnusmäßige Besichtigung der Feuerwehr Kronach durch die
Kreisbrandinspektion fand am 03.05.2010 statt. Unter Leitung von
Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf wurde Mannschaftsstärke, Ausrüstung,
Unterbringung und Ausbildungsstand der Kronacher Wehr geprüft. Unterstützt
wurde er dabei von Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck,
Inspektionsjugendwart Jörg Greser, Kreisfrauenbeauftragte Christine Ponsel
sowie den Kreisbrandmeistern Christian Müller und Ralf Weidenhammer.
Nach Kontrolle von Unterlagen, Gerätschaften und Gerätehäusern mussten die
Wehrmänner unter Führung der Kommandanten Martin Panzer und Christian Lieb
sowie der Zugführer Burkhard Grebner, Ludwig Klinger und Stefan Wicklein ihr
Können in Form einer Großübung unter Beweis stellen. Angenommen wurde ein
Brand in der Tiefgarage des Rathauses. Durch den Rauch wurde mehreren
Personen der Fluchtweg abgeschlossen.

KBI Schnappauf beobachtet die Übung
Routiniert wurden die Eingeschlossenen über eine Schiebleiter sowie die
Drehleiter aus den Obergeschossen gerettet. Die Betreuung der „Opfer“
übernahm Feuerwehrpfarrer Thomas Teuchgräber. Parallel nahmen mehrere Trupps
unter schweren Atemschutz und Hitzeschutzkleidung einen Schaumangriff in die
Tiefgarage vor. Die Überwachung der Atemschutztrupps wurde dabei von der
Besatzung des Gerätwagens Atem- und Strahlenschutz unter Leitung von
Atemschutzbeauftragtem Karl-Heinz Pohl durchgeführt.

Rettung über Schiebleiter (Hintergrund) und Drehleiter

Feuerwehrpfarrer Thomas Teuchgräber betreut die "Opfer"

KBM Müller und KBM Weidenhammer kontrollieren den Atemschutz
Im weiteren Verlauf sah die Übungsannahme das Durchzünden der Brandgase
im Bereich des Dachgeschosses vor. Nun wurde ein umfangreicher Löschangriff
aufgebaut. Um genügend Löschwasser in die Obere Stadt zu bekommen, wurde
eine Druckerhöhung des Hydrantennetzes durchgeführt. Weitere Kräfte bauten
eine Löschwasserversorgung von der Haßlach auf. Hierzu wurde eine Pumpe an
der Klosterbrücke in Stellung gebracht und das Wasser über eine lange
Schlauchleitung hinauf zum Michaelsbrunnen gepumpt. Nach kurzer Zeit wurde
aus sieben Rohren und einem Wenderohr der Drehleiter Wasser auf das Rathaus
abgegeben.

Löschangriff

Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft

Befüllen des Schlauchwagens
Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf zeigte sich beeindruckt von der
Leistung der Kronacher Feuerwehr. Die Übung sei ruhig, sicher und
zielgerichtet absolviert worden. Die Kronacher Wehrmänner beherrschten ihr
Handwerk und seien überwiegend gut ausgerüstet, stellte Schnappauf
abschließend fest. Die Mängel beim Tanklöschfahrzeug seien erkannt worden
und Abhilfe sei in Sicht. Lediglich die Unterbringung sei dringend zu
ändern. Er appellierte an die Stadt Kronach hier zeitnah Abhilfe zu
schaffen. Insbesondere sei auch der Kreis an einer schnellen Abwicklung
interessiert, da nur so die dringend zu erneuernde Atemschutzübungsanlage
integriert werden könne.

KBM Müller, KFB Ponsel, KBI Schuhbäck, KBM Weidenhammer, KBI
Schnappauf,
Kdt. Panzer, 1. Bgm. Beiergrößlein und 3. Bgm. Hans Simon
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein gab dem Kreisbrandinspektor hier
Recht. Der Neubau eines Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Kronach sei eine
dringende Pflichtaufgabe der Stadt, für die er sich einsetzen möchte. Er
teilte mit, dass man zusammen mit der Feuerwehrführung schon intensiv an der
Grundstücksfrage arbeite. Der Standort soll nach dem Wunsch des
Bürgermeisters noch in diesem Jahr im Stadtrat endgültig festgelegt werden,
um dann mit den Planungen beginnen zu können. Nur so bestünde auch die
Möglichkeit, dass die Atemschutzübungsanlage des Landkreises wieder
integriert werde und sich dieser an Teilen der Kosten beteilige.

Kommandant Martin Panzer dankte den Vertretern der Inspektion für die
sachgerechte Besichtigung und dem Ersten Bürgermeistern für die
Unterstützung der Feuerwehren. Ein weiterer Dank galt seiner Mannschaft,
welche stets ihre Freizeit opfere um den Mitmenschen zu helfen. Abschließend
lud Vorsitzender Stefan Wicklein zu einem Umtrunk mit Imbiss ins Gerätehaus
ein.

Vorsitzender Stefan Wicklein, Bürgermeister Wolfgang
Beiergrößlein, 3. Bürgermeister Hans Simon
und Kommandant KBM Martin Panzer mit "ihrer" Feuerwehr
Fotos: Carolin Stumpf
Bericht: Stefan Wicklein