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Restaurierung Gerätschaften

 

Alte Feuerwehrgeräte werden restauriert

 

Eine kleine Gruppe Kronacher Feuerwehrleute restauriert in ihrer Freizeit historische Geräte. Darunter befindet sich auch ein Opel Blitz, der das dritte motorisierte Fahrzeug der Kronacher Wehr war.

Markus Stöckert taucht den Pinsel in eine Holzlasur, um danach eine alte Schlauchbrücke zu bearbeiten. Diese Arbeit geht ihm leicht von der Hand, immerhin ist er selbstständiger Schreinermeister. Er ist es gewohnt, Holz von Hand zu bearbeiten. Doch diesmal handelt es sich weniger um einen kommerziellen Akt, sondern vielmehr um eine freiwillige Leistung für die Kronacher Feuerwehr, in der er aktiv ist und die im kommenden Jahr 150-jähriges Bestehen feiern wird.

Aus diesem Anlass trifft sich regelmäßig eine kleine Gruppe, um historische Feuerwehrgeräte zu restaurieren. Dazu gehören neben ausgedienten Feuerwehrleitern unter anderem auch diverse Spritzen, ein Hydrantenwagen und allen voran ein Opel Blitz aus dem Jahr 1951. Dabei handelt es sich um das erste Nachkriegsfahrzeug der Wehr. Um dieses kümmern sich besonderes die beiden gelernten Kfz-Mechaniker Georg Panzer und Horst Schütz. Beide sind damit beschäftigt, das Fahrzeug in den Auslieferungszustand zurückzuversetzen – soweit dies möglich ist. „Wir sind dabei, über einen Oldtimerhandel Stück für Stück Ersatzteile zu besorgen“, erklärt Vorsitzender Stefan Wicklein. Erst jüngst wurden sechs neue Reifen zum Preis von 310 Euro pro Stück gekauft. Das stellt die Feuerwehr natürlich vor gewisse Herausforderungen, weshalb sie auf Spenden angewiesen ist (siehe Infobox). „Insgesamt haben wir schon zirka 3000 Euro investiert“, sagt Wicklein. Dabei werde es jedoch nicht bleiben, zu viel müsse noch gemacht werden.

Die Arbeiten verlaufen nicht immer problemlos – so wie neulich: „Wir können die Bremsen heute nicht einstellen. Ich muss erst was bauen“, sagt Panzer und spricht damit eine bestimmte Vorrichtung an, um an die Stellschrauben zu kommen. Doch eine schlechte Stimmung will unter den Feuerwehrleuten deshalb nicht aufkommen. „Der Spaß steht im Vordergrund“, beschreibt Panzer das Szenario. Und sein Mitstreiter Horst Schütz sieht in dieser Arbeit einen Ausgleich zum beruflichen Alltag: „Es wäre schade, diese Sachen verrotten zu lassen.“

So sieht es auch Vorsitzender Wicklein: „Es handelt sich dabei um Kulturgut der Stadt Kronach. Es lohnt sich, das zu erhalten und nicht dem Verfall preiszugeben.“

Deshalb ist auch Markus Stöckert mit von der Partie. Zwar sei es als Geschäftsmann nicht immer leicht, sich die nötige Zeit zu nehmen, doch stelle diese Tätigkeit auch eine Abwechslung dar: „Man kriegt auch mal den Kopf frei und vergisst das eine oder andere vom Tag.“ Nicht zuletzt sei die Stimmung unter den freiwilligen Helfern sehr gut, werde die Kameradschaft gefördert.

Für ihn wie seine Mitstreiter ist es von großer Bedeutung, bei der Restauration die Gebrauchsspuren der historischen Geräte nicht zu verwischen. „Sie sollen eine Geschichte erzählen“, erklärt Stöckert. Welche dies ist, können Interessierte im nächsten Jahr erleben, wenn die Kronacher Feuerwehr vom 14. bis 17. Juni ihr Jubiläum feiern wird.


Opel stand im Feuerwehrmuseum
 

Mit dem Tieflader holte die Kronacher Feuerwehr den Opel Blitz zurück. Beim Jubiläum im kommenden Jahr könnte er bei einer Schauübung zum Einsatz kommen.
 

Der Opel Blitz war das erste Nachkriegsfahrzeug und überhaupt das dritte motorisierte Fahrzeug der Kronacher Feuerwehr. Konkret handelt es sich dabei um ein LF 8 mit eingeschobener Tragkraftspritze. 1951 wurde das Fahrzeug ausgeliefert, 1985 wurde es in Kronach letztmals eingesetzt.

Seine vorerst letzte Fahrt war im Jahr 1987 beim 125-jährigen Jubiläum der Kronacher Wehr. Danach gestaltete sich die Suche nach einer Unterstellmöglichkeit als schwierig. „Zum Schluss stand es im Gewölbe der Festung. Wenn es dort geblieben wäre, wäre heute wahrscheinlich nicht mehr viel davon übrig“, erklärt Stefan Wicklein.

Deshalb haben sich damals Stadt und Feuerwehr dazu entschlossen, den Opel Blitz dem westfälischen Feuerwehrmuseum in Hartingen als Leihgabe zur Verfügung zu stellen. „Als sich vor einigen Jahren im Bauhof räumliche Veränderungen ergeben haben, wurden Räume frei. Wir haben uns dann dazu entschlossen, das Fahrzeug zurückzuholen und wieder herzurichten“, betont Stefan Wicklein.

Im Mai 2009 war es schließlich soweit. Eine Delegation der Wehr ist mit einem Tieflader nach Hartingen gefahren und hat den Opel Blitz die 500 Kilometer zurück nach Kronach gebracht, wo er in seiner 34-jährigen Dienstzeit wertvolle Dienste geleistet hat.

Seitdem ist eine kleine Gruppe der Wehr damit beschäftigt, das Fahrzeug wieder fahrtüchtig zu machen.

Bis zum Jubiläum im kommenden Jahr wollen die Wehrkräfte versuchen, einen Großteil der historischen Geräte wieder flott zu bekommen. Wie Wicklein erklärt, könnte dann beim Jubiläum eine kleine Schauübung stattfinden, wie um das Jahr 1900 herum der Einsatz einer Feuerwehr ausgesehen hat.
 

Bis dahin steht der Kronacher Feuerwehr allerdings noch viel Arbeit ins Haus.
 

Hierfür sind natürlich Spenden herzlich willkommen, welche auf das Konto der Feuerwehr

Nr. 240 013 706
bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach
(BLZ 771 500 00)
unter dem Stichwort „Hist. Gerätschaften“

eingezahlt werden können.

 

 

Bericht und Fotos: Alexander Löffler, Fränkischer Tag - Herzlichen Dank!

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