
Gute Aussichten für die Feuerwehr Kronach! Nachfolgender Artikel
stammt vom Fränkischen Tag, Ausgabe vom Samstag, 26.01.2008. Sind wir mal
gespannt, ob den Worten nach dem Amtsantritt am 01.05.2008 auch Taten
folgen...
Die Standortfrage soll sich heuer klären
von Alexander Müller (Herzlichen
Dank!)
Wahlprüfstein Die drei Kronacher Bewerber um das Amt des
Bürgermeisters nehmen Stellung zur Frage, welchen Stellenwert der Neubau
eines Feuerwehrgerätehauses für sie einnimmt.

Kronach - Wolfgang Beiergrößlein (Freie
Wähler), Joachim Doppel (CSU) und Dr. Ralf Völkl (SPD) sind sich einig: Sie
wollen – im Falle ihrer Wahl – so schnell wie möglich den Standort für ein
neues Feuerwehrgerätehaus finden. Als Frist setzen sich Doppel und Völkl
konkret das Ende dieses Jahres.
Ohne Zweifel sei der Wille dazu da, allerdings eine kurzfristige
Umsetzung angesichts der Haushaltslage nicht möglich, so Ralf Völkl.
„Zielstrebig und zügig“ möchte er gleichwohl das Thema angehen.
Dazu gehört für ihn, den genauen Bedarf zu klären. Beispielsweise müsse
die Frage beantwortet werden, ob Schulungsräumlichkeiten für Feuerwehren des
Landkreises mit geschaffen werden sollen. „Vor allem müssen wir auch mit dem
Kreis klären, wie es mit der Atemschutzübungsstrecke weitergehen soll“, so
Völkl.
Einen möglichen Standort festlegen und sichern will Joachim Doppel so
bald wie möglich. Darüber hinaus kann er sich vorstellen, einen
Bausparvertrag mit großen Sparraten für das Projekt abzuschließen. Kommunen
hätten da günstigere Konditionen als private Hausbauer.
"Seit 18 Jahren treten wir auf der Stelle“, bedauerte Wolfgang
Beiergrößlein für die Freien Wähler. Bürgermeister Manfred Raum habe schon
Standorte prüfen lassen, „bisher aber ohne Ergebnis".
Der Neubau des Feuerwehrhauses sei „eine der wichtigsten Aufgaben, die
Kronach hat“. Sollte er gewählt werden, würde er sofort die Standort- und
die Zuschussfrage klären lassen.
Nach und nach bauen
Um der Finanzlage gerecht zu werden, sei vorstellbar, den Neubau komplett
planen, aber nach und nach bauen zu lassen. Er sei, so Beiergrößlein, auch
„im losen Gespräch mit einem Investor“, der hier vielleicht mit eingebunden
werden könnte. Er schließt auch nicht aus, dass die Kronacher
Industriebetriebe bei der Finanzierung mit angesprochen werden könnten.
Immerhin sei die Feuerwehr auch für sie mit da. „Insgesamt ist bei all dem
Kreativität wichtig“, so der Freie Wähler abschließend.
Wichtig für Joachim Doppel ist es, dass das System der Selbstständigkeit
von Stadtteilwehren erhalten bleibe. Ein zentrales Feuerwehrhaus für
Gesamtkronach sei abzulehnen. Wer aber durchaus in das Konzept mit
eingebunden werden könnte, seien andere Hilfsorganisationen wie DLRG und
Technisches Hilfswerk. Beim Standort will der CSU-Kandidat nachdenken über
den Kaulanger – in Richtung Kronachfluss und „einen am südöstlichen
Stadtrand“. Jedenfalls habe man verschiedene Optionen, die genau, aber zügig
zu prüfen seien.
Auch Ralf Völkl nennt Kaulanger, das ehemalige Eisenträgergelände und den
Bereich des früheren Konsum als potenzielle Standorte. Sobald der feststehe,
müssten die Kosten und parallel dazu die Zuschussmöglichkeiten ermittelt
werden. Wichtig ist für ihn auch, die Frage zu klären, was mit dem jetzigen
Gebäude passiere.
Der Sozialdemokrat denkt hier an einen Verkauf oder eine Umnutzung,
eventuell unterstützt durch europäische oder Städtebauförderungsmittel. Zu
bewundern sei das große Engagement der Kronacher Wehrleute angesichts der
beengten Verhältnisse im jetzigen Feuerwehrhaus.
Quelle: Fränkischer Tag vom 26.01.2008
Verfasser: Alexander Müller
