|
 |
|
Großbrand Sägewerk Müller-Gei in Wallenfels
Am 12. August 2005 brach kurz nach 10.00 Uhr in der
Sägehalle des Sägewerks Müller-Gei in Wallenfels ein Brand aus, dem die gesamte
Sägehalle zum Opfer fiel. Nach ersten Ermittlungen dürfte der Brand durch
Reparaturarbeiten im Betrieb ausgelöst worden sein. Der Sachschaden liegt bei
ca. 2 Millionen Euro.
Um 10.10 Uhr löste die Polizeiinspektion Kronach Alarmstufe
3 für Wallenfels aus. Es rückten daraufhin die Wehren aus Wallenfels,
Steinwiesen, Marktrodach, Schnaid, Geuser, Wolfersgrün und Neuengrün sowie
verschiedene Führungsdienstgrade und die Einsatzleitung THW zur Einsatzstelle
ab. Gleichzeitig wurde die Nachalarmierungsstelle bei der Feuerwehr Kronach
besetzt. Die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle meldeten den Vollbrand
der gesamten Sägehalle, weshalb die Einsatzleitung über die
Nachalarmierungsstelle die Kronacher Drehleiter anforderte. Es wurde daraufhin
um 10.17 Uhr Kleinalarm für die Feuerwehr Kronach ausgelöst. Kurz darauf rückte
die DLK 23/12, das Versorgungsfahrzeug, sowie das LF 16/12 mit
Atemschutzgeräteträgern Richtung Wallenfels ab.
An
der Einsatzstelle erhielt die Feuerwehr Kronach den Auftrag, einen über einen
Fördertunnel verbundenen Sägespänebunker zu schützen. Es wurde zunächst das
Wenderohr vorgenommen um eine Riegelstellung aufzubauen. Da sich das Feuer
jedoch bereits weit in den Fördertunnel entwickelt hatte und dieser wie ein
Kamin wirkte, wurde durch einen Kamerad der FF Marktrodach über den Korb der DL
eine Trennflex vorgenommen und eine erste Löschöffnung in die Abdeckung
geschnitten. Anschließend wurde die gesamte Abdeckung entfernt und das
Förderband vollständig abgelöscht.
Da sich im weiteren Einsatzgeschehen zeigte, dass mehr
Atemschutzgeräteträger benötigt werden und die Kronacher Trupps auch an anderen
Stellen des Brandobjektes eingesetzt wurden, wurde um 10.55 nochmals Vollalarm
für Kronach ausgelöst und ein weiteres Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 sowie ein TSF
mit Atemschutzgeräteträgern nach Wallenfels geschickt. Die restliche Mannschaft
blieb zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft im Gerätehaus Kronach.
Nachdem
der hintere Abschnitt abgelöscht war, wurde die DL umgesetzt und zum Ablöschen
von schwer zugänglichen Glutnestern im mittleren Hallenbereich eingesetzt. Da
sich das Blechdach der Halle jedoch fast vollständig erhalten hatte, führte der
Einsatz des Wenderohres hier zu keinem großen Erfolg und wurde deshalb
abgebrochen.
Gegen 14.00 Uhr konnten die Kronacher Fahrzeuge aus dem
Einsatzgeschehen herausgelöst werden und kehrten nach Kronach zurück. Um 15.00
Uhr waren alle Fahrzeuge wieder aufgerüstet. Insgesamt war die Feuerwehr Kronach
mit 35 Mann und fünf Fahrzeugen im Einsatz.
Hier noch einige Bilder von der Einsatzstelle vor dem Eintreffen der
Kronacher Wehr und von den Löscharbeiten:







Bericht: Stefan Wicklein
Fotos: Stefan Wicklein