|
 |
|
Wohnhausbrand in Gundelsdorf

Am 11. August 2005 löste die Polizeiinspektion Kronach um 11:43 Uhr
Alarmstufe 2 für die Feuerwehren Glosberg, Gundelsdorf, Knellendorf und Kronach
aus. Gemeldet war ein Wohnhausbrand, der durch eine Hausbewohnerin und in der
Nähe arbeitende Angehörige einer Baufirma bemerkt wurde. Die Kräfte der
Feuerwehr Kronach rückten daraufhin mit dem Löschzug vom Gerätehaus 1, sowie
ELW, TSF und SW 1000 vom Gerätehaus 2 zur Einsatzstelle ab.
Beim Eintreffen am Brandort waren die Kollegen aus Knellendorf bereits dabei,
die Wasserversorgung herzustellen und einen Angriff unter schwerem Atemschutz
vorzubereiten. Der Angriffstrupp des LF 16/12 ging ins Innere des Hauses zur
Brandbekämpfung vor, Anwohner befanden sich zur Einsatzzeit nicht mehr im Haus.
Der Brand brach vermutlich ein einer Küchenzeile im 1. Obergeschoss aus und
konnte, trotz starker Rauchentwicklung, mit Hilfe eines Hohlstrahlrohres schnell
unter Kontrolle gebracht werden. Durch den Einsatz dieses Strahlrohres konnte
der Wasserverbrauch auf das Nötigste beschränkt werden. Auch die Wärmebildkamera
der FFW Kronach leistete bei der Ortung des Brandherdes im total verqualmten
Obergeschoss wieder wertvolle Hilfe.
Nachdem
ein Atemschutztrupp der FF Knellendorf von außen eine Jalousie entfernt hatte,
konnte zur Belüftung die erforderliche zweite Öffnung hergestellt werden. Durch
den Kronacher Atemschutztrupp konnte nach Prüfung der örtlichen Verhältnisse
grünes Licht für die Druckbelüftung des Hauses gegeben werden. Die Brandstelle
wurde währenddessen von außen durch drei weitere C-Rohre gesichert. Für die
eingesetzten Atemschutztrupps standen während der gesamten Zeit ausreichend
Sicherungstrupps in Bereitschaft. Von der Feuerwehr Kronach waren insgesamt drei
Trupps unter Atemschutz im Einsatz.
Neben den Kronacher KBMs waren auch KBI Steeger, KBI Müller mit der zweiten
Wärmebildkamera und KBM Schuhbäck, sowie das BRK mit Notarzt an der
Einsatzstelle. Laut Polizeiangaben entstand durch den Brand ein Gesamtschaden
von ca. 120.000 Euro. Nachdem die Brandursache allerdings noch nicht feststand,
haben die Brandspezialisten der Kriminalpolizei Coburg die Ermittlungen
aufgenommen.


Bericht: Ralf Weidenhammer
Fotos: Stefan Wicklein