Sturmeinsätze
Mit
einem gewaltigen Blitzeinschlag auf der Festung Rosenberg begann am
20.05.2006 gegen 19.05 Uhr ein kurzes aber außergewöhnlich heftiges
Gewitter mit Sturmböen und Hagel. Um 19.11 Uhr wurde die Feuerwehr
Kronach zunächst wegen der ausgelösten Brandmeldeanlage in der
Fränkischen Galerie auf der Festung alarmiert, dann folgten die
Schadensmeldungen im Minutentakt. Im ganzen Stadtgebiet waren Bäume
entwurzelt worden. In Mostrach war ein Baum genau auf einem Anwesen zum
liegen gekommen. Die Straße an der Hammermühle war nicht mehr befahrbar,
nachdem ein Baum die Hochspannungsleitung durchtrennt hatte. Vom daraus
resultierenden Stromausfall war auch die Feuerwehr-Relaisstelle in
Mostrach betroffen, die automatisch auf Batteriebetrieb schaltete. Die
Stromversorgung konnte im Verlauf des Abends durch die e-on wieder
hergestellt werden
.
Weitere Bäume lagen in der Arthur-Goller-Siedlung,
in der Kaulangerstraße, in Kaltbuch, in der Wolfsschlucht, in der
Nikolaussiedlung, am Schulzentrum sowie im Dobersgrund. Der Alarm auf
der Festung stellte sich zwischenzeitlich als überspannungsbedingter
Fehlalarm heraus und so konnten auch die dort gebundenen Kräfte in den
Unwettereinsatz eingebunden werden, bei dem sieben Fahrzeuge der
Feuerwehr Kronach mit Motorsägen unterwegs waren.

Besonders gefordert waren in diesen Stunden die
Kameraden der Nachalarmierungsstelle, denn auch aus dem gesamten
Landkreis rollte eine Welle an Schadensmeldungen ein. Zeitweise waren
über 30 Feuerwehren im Einsatz um die Sturmschäden zu beseitigen. Auch
die e-on und die Telekom mussten über zahlreiche Schäden an
Versorgungsleitungen informiert werden. Gegen 20.30 Uhr entspannte sich
die Lage, die letzten Kronacher Kräfte waren gegen 21.30 Uhr wieder im
Gerätehaus zurück.
Bericht: Stefan Wicklein
Fotos: FFW Kronach