Großbrand Hagebaumarkt Kronach
Schaden in Millionenhöhe dürfte bei einem Großbrand entstanden sein,
welcher am frühen Morgen des 18.01.2007 im Hagebaumarkt Kronach an der
Siechenangerstrasse wütete. Um 1.48 Uhr wurde die Polizei über einen
Brand im Hauptgebäude des Baumarktes informierte und löste sofort
Alarmstufe 3 für die Feuerwehren Kronach, Neuses, Friesen, Knellendorf
und Höfles aus. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen bereits
meterhohe Flammen aus dem Verbindungsbau zwischen Baumarkt und
Gartencenter.


Die
Einsatzleiter Kommandant Burkhard Grebner und Kreisbrandmeister Martin
Panzer ließen sofort eine Riegelstellung zum Flachgebäude des Baumarktes
aufbauen und schickten mehrere Trupps mit schwerem Atemschutz in das
Gebäude. Über den Seiteneingang des Gartencenters wurde ein weiterer
Löschangriff vorgetragen, jedoch hatte sich das Feuer hier bereits in
die isolierte Dachkonstruktion hineingefressen, so dass es in diesem
Bereich zur Durchzündung kam und die Trupps das Gebäude schnell wieder
verlassen mussten. Nachdem sich die Lage derart zuspitzte, ließ die
Einsatzleitung noch die Feuerwehr Küps mit einer zweiten Drehleiter
sowie die Feuerwehren Dörfles, Vogtendorf, Gehülz und Seelach zum Aufbau
weiterer Versorgungsleitungen alarmieren. Neben dem städtischen
Hydrantennetz wurden mehrere Wasserförderleitungen zur etwa 300 Meter
entfernten Rodach im Bereich Hammermühle aufgebaut. So wurde in der
Spitzenzeit aus über 20 Strahlrohre Wasser in die Flammen gegeben, davon
zwei Wenderohre auf den Drehleitern.


Das
ebenfalls alarmierte THW Kronach unterstützte beim Ausleuchten der
Einsatzstelle und räumte mit eigenen Atemschutzkräften das Außenlager
für Gasflaschen um eine Explosion durch Hitzestrahlung auszuschließen.
Durch die starke Rauchentwicklung mussten insgesamt 50
Atemschutzgeräteträger zum Einsatz gebracht werden. Hier wurden durch
die Feuerwehr Kronach und das THW Schadstoffmessungen durchgeführt, um eine Gefährdung für die
Bevölkerung auszuschließen. Durch den massiven Einsatz konnte somit das
Übergreifen auf das Flachgebäude sowie den Altbau verhindert werden –
wohingegen das Obergeschoß des Gartencenters vollständig zerstört wurde.
Um 4.34 Uhr konnte Feuer unter Kontrolle gemeldet werden.

Die
Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränken sowie die
medizinische Betreuung wurde durch zahlreiche Kräfte des Bayerischen
Roten Kreuzes sichergestellt. Verletzt wurden bei dem Großbrand drei
Feuerwehrleute, davon einer durch Sturz und zwei durch
Rauchgasvergiftung.

Foto: UG-ÖEL (Herzlichen Dank)
Die
Nachalarmierungsstelle und die Unterstützungsgruppe Örtliche
Einsatzleitung unterstützten die Einsatzleitung bei der
Einsatzkoordination und -dokumentation. Insgesamt waren bei diesem
Großeinsatz 214 Feuerwehrangehörige, 45 BRK-Angehörige, 26 Helfer des
THW und 7 Beamte der Polizei eingesetzt, welche mit 49 Fahrzeugen vor
Ort waren. Zweiter Bürgermeister Heinz Hausmann sowie stellvertretender
Landrat Joachim Doppel machten sich noch in der Brandnacht ein Bild vom
Ausmaß des Schadens.

Foto: Simone Ziegler (Herzlichen Dank)
Seitens der Kreisbrandinspektion waren neben Einsatzleiter
Kreisbrandmeister Martin Panzer der Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger,
Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf, sowie die Kreisbrandmeister
Matthias Schuhbäck, Hans Stumpf und Ralf Weidenhammer vor Ort.


Die
Kräfte der Feuerwehr Kronach waren noch bis zum frühen Donnerstag
Nachmittag an der Brandstelle, um durch den starken Wind immer wieder
angefachte Brandnester abzulöschen.

Als
Brandursache ermittelten Beamte der Kriminalpolizei Coburg im Laufe des
Donnerstag Vormittags einen technischen Defekt an einem im Bereich der
Kassen aufgestellten Kopiergerät.
zum Video
Video TV-Oberfranken
Video youtube.com

Bericht: Stefan Wicklein
Fotos: FFW Kronach