Großbrand in Nurn, Landkreis Kronach
Am Samstagabend wurde in Nurn
ein Wohnhaus und drei Nebengebäude ein Raub der Flammen.
Neben den Hausbewohnern zogen sich zwei Feuerwehrleute
leichte Verletzungen zu und mussten ärztlich behandelt
werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 300.000
Euro.
Kurz nach 19.00 Uhr brach in einer als Werkstatt
genutzten Scheune ein Brand aus. Bereits beim Eintreffen
der ersten Feuerwehren schlugen die Flammen bereits
durch die Dachhaut der Scheune. Nachdem ein Übergreifen
der Flammen auf die benachbarten Wohnhäuser zu
befürchten war, wurden sofort Feuerwehren aus dem
Landkreis sowie die Drehleiter der FF Kronach
nachalarmiert.
Trotz eines massiven Löschangriffs der eingesetzten
Wehren konnte nicht verhindert werden, dass sich das
Feuer in Windeseile ausbreitete. Die Flammen sprangen
auf eine benachbarte Scheune über, die an das Wohnhaus
eines Nachbarn angebaut war. Gleichzeitig griff das
Feuer auch auf zwei weitere benachbarte Nebengebäude
über, die teilweise bis auf die Grundmauern nieder
brannten.
Mit Hilfe der Drehleiter zweier Wasserwerfer sowie einem
durchgeführten Innenangriff durch Feuerwehrleute mit
schweren Atemschutz wurde versucht, das Wohnhaus zu
sichern und den Scheunenbrand unter Kontrolle zu
bringen. Das Feuer fand allerdings immer wieder neue
Nahrung und griff schließlich auf den Dachstuhl des
Wohnhauses sowie auf die darunter liegenden Geschosse
über.
Das Wohnhaus konnte nicht mehr geretten werden und
brannte schließlich völlig aus. Unter einem massiven
Einsatz von zahlreichen Strahlrohren wurden nun die in
unmittelbarer Nähe befindlichen Wohnhäuser gesichert. Um
den hohen Wasserbedarf zu decken, wurden zum einen
Güllefässer zum Wassertransport eingesetzt und die
Tanklöschfahrzeuge der eingesetzten Wehren fuhren einen
Pendelverkehr.
Die FWO war mit einem Verantwortlichen vor Ort und der
Wasserdruck im Ortsnetz Nurn wurde erhöht, damit die
Hydranten genügend Wasser lieferten. Über lange
Schlauchstrecken brachte man ebenfalls das Wasser an die
Einsatzstelle. Etwa gegen 22.00 Uhr konnte
Kreisbrandinspektor Schnappauf, der die Einsatzleitung
innehatte, feststellen, dass das Feuer aus war. Das
mittlerweile alarmierte THW übernahm anschließend unter
Leitung von Frank Hofmann die Sicherung der
einsturzgefährdeten Gebäude sowie die Ausleuchtung der
Einsatzstelle.
Insgesamt 20 Helfer, einschließlich Fachberater, waren
vor Ort. Während des gesamten Einsatzes war das BRK mit
insgesamt 70 Helfern eingesetzt. Sie versorgten die 4
Leichtverletzten vor Ort und transportierten
anschließend drei von ihnen in die Frankenwaldklinik
Kronach.
Unter der Einsatzleitung von Martin Schmidt wurde der
Sanitätsdienst sowie die Versorgung der Einsatzkräfte,
die in eigens aufgebauten Zelten durchgeführt wurde,
durch die SEG Betreuung, SEG Rettung und Transport sowie
die SEG Sicherheit und Technik organisiert. Es waren 17
Fahrzeuge im Einsatz. Kreisbrandinspektor Schnappauf,
der die Einsatzleitung hatte, wurde von Kreisbrandrat
Joachim Ranzenberger, Kreisbrandinspektor Hans-Ulrich
Müller sowie den Kreisbrandmeistern Frank Fischer, Hans
Stumpf und Hans-Joachim Maier unterstützt.
Es waren die Feuerwehren Nurn, Steinwiesen, Birnbaum,
Neufang, Tschirn, Wallenfels, Marktrodach und Kronach
eingesetzt. Die Feuerwehr Steinbach am Wald war mit der
Unterstützungsgruppe und dem Einsatzleitfahrzeug an der
Brandstelle.
Nachdem die Ursache des Brandausbruches nicht geklärt
werden konnte, wurden Beamte der Kriminalpolizei Coburg
gerufen, die die Ermittlungen vor Ort übernommen haben.