
Großfeuer in landwirtschaftlichem Anwesen
im Stadtteil Vogtendorf
Beim Brand in Vogtendorf entstand am
06.11.2007 ein Schaden von gut 500 000 Euro. Bis auf eine leichte
Rauchvergiftung einer Person kamen Menschen nicht zu Schaden. Drei Pferde,
drei Schweine und drei Kühe wurden gerettet.


Luftbilder: Polizeihubschrauberstaffel Bayern

Vogtendorf - Zur Brandursache konnte die
Polizei noch keine Angaben machen. Brandfahnder der
Kriminalpolizeiinspektion Coburg waren hinzugezogen worden.
Erster Polizeihauptkommissar Uwe Herrmann teilte vor Ort mit, dass sich
der Brand laut Zeugenaussagen an einem Holzstapel außerhalb der Scheune
entzündet habe. Der Eigentümer der Scheune sei gegen 16 Uhr nach Hause
gekommen. Unmittelbar danach habe er einen Knall vernommen und das lodernde
Feuer bemerkt. Ob eine Explosion der Auslöser für den Brand gewesen sei,
oder ob der Knall das „Durchzünden“ des Feuers markiert habe, könne zu einem
Zeitpunkt, da die Löscharbeiten noch in vollem Gange seien, nicht gesagt
werden.
Erntegut und Ackerschlepper
verbrannten
Die Rettungskräfte evakuierten auch die Nachbargebäude. Über die Drehleiter
und aus Dutzenden Strahlrohren bekämpften die Wehrmänner den Roten Hahn,
konnten jedoch nicht verhindern, dass die Scheune in ihrer Gesamtheit ein
Raub der Flammen wurde. Komplett verbrannte dabei das Erntegut, ein
Ackerschlepper und eine Zugmaschine.
Nicht verhindern konnten die Retter, dass das Feuer zum Teil auf das
angebaute Wohnhaus übergriff und dies in Mitleidenschaft zog. Ein weiteres
Gebäude in unmittelbarer Nähe der Scheune blieb dagegen unversehrt.

120 Aktive mit 20 Fahrzeugen vor Ort
Die Einsatzleitung hatte Kreisbrandmeister Martin Panzer. Er koordinierte
die Löscharbeiten teilweise aus einem Polizeihubschrauber. Dieser war wegen
des Luftfahrtunfalles im Landkreis Coburg (siehe Frankenseite) in der Region
und wurde dann zum Brand nach Vogtendorf beordert.
Die Kreisbrandinspektion war außerdem vertreten durch die
Kreisbrandinspektoren Bernd Steger und Harald Schnappauf sowie die
Kreisbrandmeister Ralf Weidenhammer und Roland Schedel. Die Wehren aus
Höfles, Vogtendorf, Wötzelsdorf, Fischbach, Kronach und Neuses waren mit 120
Aktiven im Einsatz. Vor Ort waren auch Technisches Hilfswerk und Bayerisches
Rotes Kreuz.
Bericht: Frank Förtsch, FRÄNKISCHER TAG
zum Kurzvideo bei YouTube gehts hier
Danke an Gerwin Lieb und Joachim Blinzler auf
der DLK!
zum Videobeitrag von TV Oberfranken


Ergänzende Informationen:
Um 15.57 Uhr wurde Alarmstufe 2 für einen Scheunenbrand
in Vogtendorf durch die Polizeiinspektion Kronach ausgelöst.
Kreisbrandmeister Martin Panzer, der als einer der ersten Kräfte vor Ort war
und auch die Einsatzleitung inne hatte, lies sofort auf Alarmstufe 3
erhöhen. Insgesamt waren daraufhin ca. 120 Feuerwehrleute der Feuerwehren
Vogtendorf, Kronach, Höfles, Fischbach, Wötzelsdorf und Neuses mit 20
Fahrzeugen im Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten über 20
Feuerwehrangehörige unter Schwerem Atemschutz eingesetzt werden.
Erstmals eingesetzt werden konnte bei diesem Einsatz
der neue Gerätewagen Atem- / Strahlenschutz des Landkreises Kronach, welcher
erst vor Kurzem eingetroffen ist und bei der Kronacher Feuerwehr stationiert
wird.

Mit vereinter Kraftanstrengung gelang es den
Feuerwehren die weiteren umliegenden Gebäude – insbesondere zwei direkt
angrenzende Wohnhäuser vor einem Übergriff der Flammen zu bewahren. Dies
gestaltete sich aufgrund der enormen Hitzeentwicklung, welche entlang der
Kreisstraße sogar einen Verkehrsspiegel und zwei Verkehrszeichen zum
schmelzen brachte, zeitweise schwierig.
Das Löschwasser wurde aus dem Hydrantennetz von
Vogtendorf sowie mit mehreren Pumpen aus der vorbeifliessenden Fischbach
entnommen. Zeitweise wurden mehrere tausend Liter Löschwasser pro Minute aus
den Strahlrohren, einem Wasserwerfer und einem Wenderohr auf der Drehleiter
in die Flammen abgegeben.
Um 16:41 Uhr konnte die Einsatzleitung dann „Feuer
unter Kontrolle“ melden. Die Nachlöscharbeiten und Brandwacht zogen sich
noch bis zum Mittwoch Vormittag hin.

Neben den Kräften der örtlichen Feuerwehren waren die Unterstützungsgruppe
Örtliche Einsatzleitung, das Technische Hilfswerk, das Bayerische Rote
Kreuz, Mitarbeiter des Landratsamtes und zahlreiche Beamte der Polizei vor
Ort. Mittels eines Hubschraubers ermöglichte die Polizei dem Einsatzleiter,
sich aus der Luft ein Bild von der Lage zu machen. Während des Einsatzes war
weiterhin die Nachalarmierungsstelle im Kronacher Feuerwehrgerätehaus
besetzt. Seitens der Kreisbrandinspektion fanden sich die
Kreisbrandinspektoren Bernd Steger und Harald Schnappauf sowie die
Kreisbrandmeister Ralf Weidenhammer und Roland Schedel an der Einsatzstelle
ein.
Stefan Wicklein


Ein Teil des verbrauchten Schlauchmaterials
Fotos: Gerwin Lieb/Stefan Wicklein
Und hier noch ein paar Aufnahmen von
Frank Förtsch
vom Fränkischen Tag (Vielen Dank!):



Der Brand von der Kronacher Altstadt aus gesehen:
(Foto Daniel Gerber, Besten Dank!)

