
Wohnhausbrand St.-Johannes-Straße
Situation beim Eintreffen

Brand hinter der Isolierung
Hoher Schaden ist am 31.08.2007 beim Brand eines
Wohnhauses in der St.-Johannes-Straße in Kronach entstanden. Kurz nach halb
elf bemerkten Nachbarn Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl des Hauses und
verständigten die Polizei. Diese löste um 10.39 Uhr Alarm für die Kronacher
Feuerwehr aus. Mit insgesamt acht Fahrzeugen und knapp 50 Einsatzkräften war
die Kronacher Wehr vor Ort. Da bei Erreichen der Einsatzstelle mitgeteilt
wurde, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden, konnte sofort mit
dem Löschangriff begonnen werden. Hierzu gingen in kurze Folge zwei Trupps
unter Atemschutz mit je einem C-Rohr in das Dachgeschoß vor. Gleichzeitig
ging die Drehleiter in der rückliegenden Gartenfläche in Stellung und
bekämpfte das Feuer von oben. Weitere drei C-Rohre wurden von der Straße
bzw. über eine Schiebeleiter eingesetzt.
Die vorgehenden Atemschutztrupps konnten die
Einliegerwohnung im Dachgeschoß schnell ablöschen. Jedoch hatte sich das
Feuer bereits in die Hohlräume zwischen Innenverkleidung und Isolierung
sowie in den nicht zugänglichen Firstbereich hineingefressen, was zu einer
starken Rauchentwicklung führte. Zeitweise mussten daher auch die von außen
angreifenden Trupps unter Atemschutz arbeiten. Daher lies die Einsatzleitung
unter Führung von Kommandant Burkhard Grebner und Kreisbrandmeister Martin
Panzer noch die Feuerwehr Friesen mit Atemschutz nachalarmieren. Insgesamt
waren von den beiden Feuerwehren 20 Atemschutzgeräteträger im Einsatz.
Nachdem die Dachhaut von Außen sowohl über die
Drehleiter als auch über die Schiebeleiter geöffnet worden war, konnten die
restlichen Brandnester abgelöscht werden. Gut bewährt hat sich hier wieder
der Einsatz der Wärmebildkameras der Feuerwehr Kronach und des Landkreises
Kronach, welche Kreisbrandinspektor Bernd Steger zur Einsatzstelle brachte.
Damit konnte sich der vorgehende Trupp im Ersteinsatz einen guten Überblick
über die Einsatzsituation machen und konnten im weiteren Verlauf die
Brandnester hinter der Verkleidung aufgespürt werden.
Gegen 14.00 Uhr konnte das Brandobjekt an die Tochter
der Bewohner, welche sich derzeit im Urlaub befinden, übergeben werden. Das
BRK war ebenfalls an der Einsatzstelle in Bereitschaft. Verletzt wurde aber
glücklicherweise niemand.
Die Brandexperten der Kriminalpolizei Coburg haben noch
während der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Als
Auslöser vermuten diese einen technischen Defekt im Bereich der
Einliegerwohnung, genau Erkenntnisse wird es hier jedoch erst Anfang
kommender Woche geben.
Für die Feuerwehr Kronach folgte im Anschluss an den
Einsatz ein „Reinigungseinsatz“ von Fahrzeugen und Gerätehaus für den am
folgenden Tag stattfindenden Tag der offenen Tür zum Altstadtfest. Gegen
16.30 Uhr konnten dann die letzten Kräfte nach Hause. Auch die
Atemschutzwerkstatt hatte noch alle Hände voll zu tun, die vielen
gebrauchten Preßluftatmer zu reinigen, füllen und prüfen.




Bericht: Stefan Wicklein
Fotos: Gerwin Lieb / Georg Panzer / Stefan Wicklein
