
Großfeuer in Neundorf/Mitwitz
Am 11.02.2008 brach gegen 18.40 Uhr in einem landwirtschaftlichen
Anwesen im Mitwitzer Ortsteil Neundorf ein Feuer aus. Aus noch unbekannter
Ursache brannte eine ca. 15 x 30 Meter große Scheune mit integrierter
Stallung nieder. Die in der Scheune befindlichen Maschinen und gelagerten
Erntevorräte wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. Dem 55-jährigen Landwirt
gelang es noch ca. 10 Schweine aus der Stallung zu retten. 30 Tiere, sowie
einige Ferkel verbrannten jedoch im Gebäude. Während der Rettung seiner
Tiere erlitt der Landwirt eine Rauchvergiftung und musste in die
Frankenwaldklinik Kronach eingeliefert werden. Bei der Brandbekämpfung waren
insgesamt neun Feuerwehren aus Mitwitz und Umgebung eingesetzt. Ihnen gelang
es die benachbarten Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen. Der
Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 150.000 Euro.
Kurzbericht: Neue Presse
Anmerkung: Die Schweine verbrannten nicht, sondern überlebten in der
Stallung im EG, die selbst nicht vom Feuer betroffen war. Inwieweit diese
dennoch Schaden genommen und notgeschlachtet werden müssen, ist uns nicht
bekannt.


Diese beiden Bilder aus der Anfangsphase stammen von Frank
Förtsch, Fränkischer Tag (Besten Dank!)
Bericht aus Sicht der FF Kronach:
Am 11.02.2007 löste die Polizeiinspektion Kronach um
18.46 Uhr Alarmstufe 3 für den Ortsteil Neundorf der Marktgemeinde Mitwitz
aus. Über Sirene und Funkwecker wurden daraufhin die Feuerwehren Neundorf,
Steinach, Mitwitz, Burgstall, Kaltenbrunn, Schwärzdorf, Hof/Steinach und
Hassenberg alarmiert.
In der Ortsmitte in enger Bebauung war eine Scheune und
ein direkt angebautes Stallgebäude mit darüber liegender Scheune in Brand
geraten. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen diese Gebäude
bereits im Vollbrand, zwei unmittelbar angrenzende Wohngebäude sowie eine
weitere Scheune waren vom Feuer stark bedroht. Die Einsatzleitung ließ
daraufhin um 18.49 Uhr die Feuerwehr Kronach mit Drehleiter und
wasserführenden Fahrzeugen nachalarmieren. Da auf 19.15 Uhr ein
Unterrichtsabend der FF Kronach angesetzt war und einige Wehrmänner bereits
am Gerätehaus waren, rückte in kürzester Zeit der komplette Löschzug mit LF
16/12, DLK 23/12 und TLF 16/24 Richtung Neundorf ab, später folgte noch das
Kleinalarmfahrzeug.

An der Einsatzstelle wurde die DLK mit einem
Atemschutztrupp und Wenderohr in Stellung gebracht. Das LF 16/12 stellte die
notwendige Wasserversorgung her und legte eine Versorgungsleitung zu einem
in einer Seitenstraße befindlichen Unterflurhydranten. Weiterhin wurde
mittels des Beleuchtungsmastes auf dem LF 16/12 und zweier Scheinwerferpaare
auf Stativ die Einsatzstelle von verschiedenen Seiten ausgeleuchtet. Der
massiv vorgetragene Löschangriff (7 B-Rohre, 19 C-Rohre, 1 Wenderohr) aller
eingesetzten Feuerwehren zeigte schnell Wirkung, so dass die Drehleiter aus
dem Löscheinsatz herausgelöst werden konnte. Dafür wurde der Powermoon, ein
neuartiges Beleuchtungsgerät, am Leiterkorb befestigt und so die
Einsatzstelle taghell ausgeleuchtet. Weiterhin wurden noch vier Trupps der
Feuerwehr Kronach bei Ablöscharbeiten und zur Rettung der noch im Stall
befindlichen Schweine eingesetzt. Da der Stall selbst nicht vom Feuer
erfasst war, waren diese noch am Leben und wurden harausgetrieben und auf
Viehanhängern verladen.
Insgesamt wurden bei dem Einsatz zehn
Atemschutzgeräteträger – alle von der FFW Kronach – eingesetzt.
Gegen 22.30 Uhr konnten TLF 16/24 und LF 16/12 aus dem
Einsatzgeschehen herausgelöst werden. Die Drehleiter blieb noch bis ca.
23.30 Uhr zur Ausleuchtung der Einsatzstelle vor Ort.

Die Einsatzleitung hatte der örtliche Kommandant Martin
Renner sowie KBM Matthias Weber. Seitens der Kreisbrandinspektion fanden
sich noch KBR Ranzenberger, KBI Steger, KBI Müller, KBM Stumpf und KBM
Panzer an der Einsatzstelle ein. Unterstützt wurde die Einsatzleitung von
der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung der Feuerwehr Steinbach
sowie der Nachalarmierungsstelle in Kronach.
Insgesamt 170 Feuerwehrdienstleistende waren im
Einsatz. Darüber hinaus war das Gerätehaus in Kronach mit einer 30 Mann
starken Sicherheitswache für weitere Notfälle besetzt.
Das BRK sicherte das Einsatzgeschehen mit 41 Kräften
und 13 Fahrzeugen ab und sorgte für die Versorgung mit Essen und Getränken.
Auch das THW war mit 6 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort.
Bilanz des Einsatzes:
221 Einsatzkräfte
34 Fahrzeuge
84 B-Längen
56 C-Längen
6 Stromerzeuger
1 Drucklüfter
Bericht: Stefan Wicklein
(für die Daten bedanken wir uns herzlich bei der UG-ÖEL der FF
Steinbach/Wald)



Fotos: Stefan Wicklein
Kurzvideo bei MyVideo
Internetbericht der FF Kaltenbrunn mit weiteren
Bildern
