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Chemieeinsatz Neuses

 

Großeinsatz wegen arsenhaltigem Müll

 

Am 22.07.2010 wurde die Feuerwehr Kronach um 15.15 Uhr zunächst über die kleine Melderschleife zu einem Chemieeinsatz im Stadtteil Neuses alarmiert.

Auslöser für den Einsatz war ein arsenhaltiges Spritzmittel, das vor 30 - 50 Jahren gegen den Kartoffelkäfer eingesetzt wurde. Der Stoff wurde bei dem Neuseser Entsorger bereits am 20.07.2010 auf einem Zweiachsanhänger angeliefert. Mitarbeitern fiel beim Öffnen des Anhängers sofort das Kartoffelkäfergift auf. Der Anhänger wurde daraufhin sofort wieder verschlossen, die Feuerwehr alarmiert.

Auf Grund der ersten Gefahreneinschätzung durch die Kronacher Feuerwehr wurden weitere Kräfte mit Atemschutz- bzw. Chemieschutzausrüstung der Wehren Neuses, Wallenfels, Pressig und Rothenkirchen alarmiert. Insgesamt waren dadurch zirka 120 Feuerwehrkräfte und 21 Fahrzeuge vor Ort. Die Einsatzleitung hatte der Kronacher Kommandant Kreisbrandmeister Martin Panzer. Unterstützt wurde er durch KBI Schuhbäck sowie die KBMs Stumpf und Müller.

Der Anhänger wurde zunächst in eine Halle verbracht, in der dann Kräfte unter Chemievollschutzanzügen damit begannen, den Stoff in verschließbare Fässer umzuladen. Dabei wurde eine Verfärbung des Stoffs an der Luft bemerkt, woraufhin die Aktion zunächst unterbrochen werden musste.

Während des Einsatz nutzte die Einsatzleitung das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS). Hier können rund um die Uhr Experten telefonisch erreicht werden, die Auskünfte über die Handhabung von gefährlichen Stoffen und Gütern geben können. In dem konkreten Fall stand die Einsatzleitung gestern mit Fachleuten des Chemiekonzerns Wacker Burghausen ständig in Kontakt. Die Fachleute rieten der Einsatzleitung zunächst dazu, auf jeden Fall den Brandschutz sowohl mit Pulver als auch mit Wasser sicherzustellen und hielten auch weitere wertvolle Informationen parat.

Nach Aufbau eines doppelten Brandschutzes wurde mit dem Umfüllen fortgefahren. Für die Einsatzkräfte unter Chemieschutz musste die umfangreiche Dekontaminationsausrüstung aufgebaut werden, um auch die Einsatzkräfte von der staubartigen Substanz zu reinigen.

Das BRK war mit einem RTW und dem Einsatzleiter vor Ort, um die Arbeiten entsprechend abzusichern - brauchten jedoch nicht eingesetzt werden.

Der Einsatz zog sich bis gegen 21.00 Uhr hin.

Laut Polizei bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Bevölkerung. Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden.

 


Der mit dem Giftstoff beladene Hänger.


Dekontaminationsbereich


Atemschutzsammelstelle


FF Wallenfels


Einsatzleitung


Dekontamination


Der "Schlauch" ist ganz schön geschlaucht...

Bericht: Fränkischer Tag & Stefan Wicklein
Fotos: Joachim Blinzler, Gerwin Lieb, Christian Büttner & Stefan Wicklein

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