
Großbrand Autohaus Sünkel, Thonberg

Von: Daniela Schütte (Fränkischer
Tag)
Großbrand In einem Autohaus in
Thonberg (Kronach) brach am Dienstagvormittag Feuer aus. Beim Versuch, die
Fahrzeuge aus der Halle zu retten, zog sich der Eigentümer schwere
Verletzungen zu. Drei Arbeiter wurden leicht verletzt, der Schaden beträgt 2
Millionen Euro.
Vier Verletzte und Sachschaden in
Höhe von 2 Millionen Euro sind die Bilanz eines Brandes, der am Dienstag
große Teile des Autohauses Sünkel in Thonberg zerstörte. Neben der Feuerwehr
und dem BRK waren das Technische Hilfswerk und die Polizei mit zahlreichen
Einsatzkräften vor Ort. Die Einsatzleitung hatte der Thonberger Kommandant
Ulrich Oßmann.
Notarzt bringt Verletzte ins
Klinikum
Das Feuer war kurz vor elf Uhr bei
Arbeiten in der Werkstatt im Keller ausgebrochen. Binnen kürzester Zeit
griffen die Flammen auf die darüber liegende Ausstellungshalle und das
angrenzende Wohnhaus über. Der Eigentümer versuchte noch, die Fahrzeuge aus
der Halle zu retten. Dabei zog er sich schwere Brandverletzungen zu. Drei
Arbeiter erlitten Rauchvergiftungen. Sie mussten durch das BRK und den
Notarzt ins Klinikum gebracht werden.
Giftige Dämpfe steigen meterhoch
auf
Die Feuerwehr hatte inzwischen
Alarmstufe 3 ausgerufen. Insgesamt bekämpften sieben Wehren mit 120
Einsatzkräften die Flammen. „Was bei solchen Bränden gebraucht wird, ist vor
allem massig Atemschutz“, erklärt Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger. Die
giftigen Dämpfe bildeten eine meterhohe Rauchsäule über dem Gebäude.
Photovoltaik-Modul kracht vom
Dach
Während die Ausstellungshalle von
den Flammen weitgehend verschont blieb, brannte vor allem die Außenfassade
des Hauses. Als problematisch erwies sich dabei die auf dem Dach
installierte Photovoltaikanlage. In dem Spalt zwischen Solarzellen und
Dachpfannen konnten die Flammen nur schwer bekämpft werden. Ein Modul war
zudem vom Dach gekracht.
Explosionsgefahr gebannt
Gegen 12.40 Uhr hatte die Feuerwehr
den Brand im Griff. Wegen Explosionsgefahr – im Gebäude befinden sich ein
Gas- und ein Öltank – wurde das Grundstück großräumig geräumt. Am Nachmittag
konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden, da lediglich Diesel gelagert
war.
Anwohner waren nicht gefährdet, auch
der Verkehr auf der anliegenden B 85 wurde nicht behindert.
Kriminalpolizei nimmt die
Ermittlungen auf
Die genaue Brandursache
ist indes noch nicht bekannt. „Die Kriminalpolizei aus Coburg hat die
Ermittlungen aufgenommen“, erklärte Alexander Czech vom Polizeipräsidium in
Bayreuth. Wie die Beamten am Dienstagnachmittag mitteilten, entstand bei dem
Brand Sachschaden in Höhe von 2 Millionen Euro.























Feuer aus!
Fotos: Christian Kreuzer (Neue Presse),
Daniela Schütte (Fränkischer Tag) &
Stefan Wicklein