
Abgerutschte Felsbrocken auf der
Gemeindeverbindungsstrasse
Am 25.02.2010 wurde die FF Kronach um 21.29 Uhr mit der Alarmdurchsage
"Felsbrocken auf Gemeindeverbindungsstrasse gestürzt" alarmiert. Vor Ort
beschränkte sich die Tätigkeit auf Absperren der Schadenstelle, da durch die
Stadtwerke nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Felsbrocken
nachstürzen. Die Strasse wurde daraufhin durch den Bauhof komplett gesperrt.
Hier der Bericht des "Fränkischen Tag", Marco Meißner:
Kronach/Ziegelerden Gegen 21 Uhr rückte die Feuerwehr Kronach am Donnerstag
mit drei Fahrzeugen und circa 20 bis 25 Einsatzkräften unter der Leitung von
Martin Panzer aus, weil von einem Verkehrsteilnehmer ein Erdrutsch gemeldet
worden war. Wie sich herausstellte, hatten sich am Hang in der Oberen
Ziegelangerstraße tonnenschwere Felsbrocken gelöst. Diese waren auf die
Gemeindeverbindungsstraße von Kronach nach Ziegelerden gerollt und
gefährdeten den Verkehr.
Horrorszenarien von einem Abrutschen des gesamten Hanges brauche nun aber
niemand zu zeichnen, betont Peter Maaß, der Leiter der Stadtwerke, auf
Anfrage unserer Zeitung. Zusammen mit dem Bauhofteam war er am Donnerstag
sofort angerückt, um die vorläufige Absicherung der Stelle in die Wege zu
leiten. "Eine Freigabe für den Verkehr kann zurzeit nicht erfolgen." Stefan
Wicklein Seitdem ist die Straße für den Verkehr gesperrt. Dies wird vorerst
auch so bleiben, obwohl die Felsbrocken bereits am Freitagmorgen
abtransportiert wurden.
"Eine Freigabe für den Verkehr kann zurzeit nicht erfolgen, da erst Arbeiten
zur Sicherung des Hanges durchgeführt werden müssen", erklärt Stefan
Wicklein von der Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Man müsse erst
sicher sein, dass ein weiteres Abrutschen von Steinen und Erde
ausgeschlossen werden könne. "Die Gemeindeverbindungsstraße Kronach –
Ziegelerden muss daher voraussichtlich bis Mitte nächster Woche für den
Gesamtverkehr gesperrt bleiben." Wie Wicklein auf Nachfrage ausführt, sei
der Hang über den Winter hinweg durch den Frost geschädigt worden. "Daher
haben sich Gesteinsschichten abgelöst." "Es ist mehr wie bei einem Stück
Styropor, das aus dem vorderen Teil ausbröckelt." Peter Maass Um auf Nummer
sicher zu gehen, hat Peter Maaß umgehend einen Geologen hinzugezogen, um das
weitere Vorgehen abzustimmen und mögliche Gefahren zu ermitteln. "Es ist
nicht so schlimm wie gedacht, aber so, dass etwas getan werden muss", lautet
das Fazit dieses Gesprächs, wie Maaß erklärt. Die Wichtigste Erkenntnis
dabei war für ihn, dass kein Grundbruch vorliegt. Somit besteht also keine
Gefahr, dass der gesamte Bergsporn wegbrechen könnte.
"Es ist mehr wie bei einem Stück Styropor, das aus dem vorderen Teil
ausbröckelt", erläutert er die Situation. Das Anwesen auf dem Hang sei daher
nicht gefährdet, denn "der hintere Teil ist standsicher".
Straße wird abgesichert An der Kante zur Straße könne es allerdings
weiterhin dazu kommen, dass sich Erdmaterial löst. Daher werde es eine
vorläufige Sicherung der Straße durch Betonfertigteile geben – ähnliche wie
bei Bauarbeiten auf den Autobahnen. Dadurch werde das Geröll, wie durch eine
Leitplanke, von der Fahrbahn ferngehalten. Dann werde die Straße wieder
befahrbar sein, und es entstünden keine Haftungsprobleme. "Die Betonteile
müssen wir aber erst noch besorgen", so Maaß. Daher bittet er die
Verkehrsteilnehmer um Verständnis, dass die Straße noch einige Tage komplett
gesperrt bleiben muss. Die Umleitung in dieser Zeit erfolgt über den
Stadtteil Gehülz.
Langfristiges Konzept In den nächsten Wochen wird ein genaues Gutachten dann
Aufschluss darüber geben, welche Sicherungsmaßnahmen langfristig
erforderlich sind.





Kurzbericht: Stefan Wicklein
Bilder: Gerwin Lieb / Stefan Wicklein