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Brand Pellets-LKW

 

Kleine Ursache - langwieriger Einsatz

Bei einem mit Holzpellets beladenen Silo-LKW kam es am 24.07.2013 beim Befüllen einer Heizungsanlage zu einem Defekt im Bereich des Kompressors. Der Fahrer fuhr daraufhin die Betriebsstätte seiner Firma in der Kulmbacher Straße an, um den Schaden zu überprüfen. Nach einiger Zeit fiel den Mitarbeitern Brandgeruch im Bereich des LKWs auf und sie verständigten die Feuerwehr. Wahrscheinlich hatte der Defekt am Kompressor zu einer Entzündung der Pellets im Inneren des LKW geführt.

Um 15:47 Uhr wurde die FF Kronach alarmiert. Mit der Wärmebildkamera wurde das Fahrzeug kontrolliert und festgestellt, dass in einer der vier Kammern eine deutliche Temperaturzunahme erfolgt war. An allen Domdeckeln trat Rauch aus. Zunächst wurde daher versucht, die noch im LKW befindlichen 17 Tonnen Holzpellets über den normalen Entladeweg aus dem LKW zu bekommen.

Da der Kompressor des Fahrzeugs nicht mehr funktionstüchtig war, wurde ein Kompressor vom städtischen Bauhof an die Einsatzstelle geholt, um das Schüttgut aus dem Silo-LKW auszublasen. Da die Entnahmeeinheit aber wahrscheinlich schon in Mitleidenschaft gezogen worden war, zeigte dies nur mäßigen Erfolg. Zudem wurden die Entnahmeschläuche durch die hohen Temperaturen der ausgeblasenen brennenden Holzpellets in Brand gesetzt, was auch durch eine entsprechende Kühlung nicht verhindert werden konnte.

Daher wurde die betroffene Kammer mit einer Motorflex geöffnet und die glimmenden Pellets entleert bzw. mit Wasser ausgespült. Temperaturmessungen in den weiteren Kammern ergaben, dass auch dort überhöhte und steigende Temperaturen vorhanden waren. Da sich der Brand nur im Bereich der unteren Entnahmeöffnung befinden konnte, wurde mit Hilfe eine Löschlanze gezielt an die vermutete Glutstelle Wasser eingebracht. Diese Maßnahme brachte dann auch den gewünschten Erfolg.

Insgesamt dauerte der Einsatz bis 23.30 Uhr an. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung mit Radiodurchsagen aufmerksam gemacht, ihre Fenster und Türen zu schließen. Auch bedingte die starke Rauchentwicklung den Einsatz zahlreicher Trupps unter schwerem Atemschutz. Bewährt hat sich dabei auch der Einsatz von Langzeitatmern.

Insgesamt war die Feuerwehr Kronach mit neun Fahrzeugen und ca. 45 Kräften im Einsatz. Abgesichert wurden die Einsatzkräfte von zahlreichen Helfern des BRK, die auch für die Versorgung mit Getränken sorgten. Die Einsatzleitung hatte Kommandant KBM Martin Panzer.

 


Deutlich ist die Hitzeentwicklung mit der Wärmebildkamera zu erkennen.


Versuch, das brennende Silogut aus dem Behälter zu blasen


Öffnen des Behälters mit der Motorflex

Bericht: Stefan Wicklein
Bilder: Gerwin Lieb / Stefan Wicklein

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