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Biberrettung

 

 

Kronacher Feuerwehr rettet Biber

Die Feuerwehr Kronach befreite am 26.08.2014 einen Biber aus einer Schlammgrube in der Nähe der Kreisstadt. Der Einsatz dauerte etwa zweieinhalb Stunden, weil sich das Wildtier nur widerspenstig retten ließ.

Hunde und Katzen hat die Kronacher Feuerwehr schon oft gerettet. Aber auch Rehe, Papageien, Pferde, Ratten und Reptilien sorgten schon für "tierische" Einsätze. Ein Biber gehörte bisher noch nicht zur "Kundschaft" der Retter - bis heute.

"Gegen 9 Uhr wurden wir verständigt", erzählt Feuerwehrkommandant Martin Panzer von der Amtshilfe für das Landratsamt, die er und seine Kollegen am Dienstagmorgen leisten mussten. Ein Biber war durch ein Loch in einem Drahtzaun auf ein abgesperrtes Gelände gekommen und dort in eine etwa vier Meter tiefe Grube geraten, die am Boden mit Schlamm und teilweise auch mit Wasser bedeckt war. "Aus eigener Kraft kam er da nicht mehr raus", so Panzer. Doch auch für die Feuerwehrleute war diese Rettungsaktion kein leichtes Unterfangen.

Der erste Versuch: Eine Grüne Tonne wurde hinabgelassen, in die der Biber klettern sollte. Nach einem Versuch zog sich das Tier jedoch wieder ins Schlammwasser zurück.

Der zweite Anlauf: Mit einer Tierfangschlinge, die eigens für das sichere Einfangen von Wildtieren gedacht ist, versuchte ein Feuerwehrmann den Nager zu erwischen. Der fühlte sich allerdings bedroht und schlug mit seinem paddelartigen Schwanz um sich.

Dritter Versuch: Nachdem man das Tier hat zu Ruhe kommen lassen, wurde es mit einer Schneeschaufel und Steckleiterteilen vorsichtig in die Tonne bugsiert. Und diesmal klappte es. Nach zweieinhalb Stunden endete für die Kronacher Wehr ihr erster Biber-Einsatz bei einem Teich, wo der Nager unverletzt freigelassen wurde.
"Davor haben wir den Biber noch in der Mülltonne gesäubert, denn er war voller Schlamm. Er war sichtlich dankbar und hat sich auch gleich geputzt, ehe er von selbst aus der Tonne herausspaziert ist", freut sich Panzer über die erfolgreiche Tierrettung.

Text: Marco Meißner, www.infranken.de
Fotos: Martin Panzer

 

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