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LKW-Unfall Friedrichsburg

 

Lkw reißt Balkon von Haus

Spektakulärer Unfall mitten in der Nacht: Am 11.04.2013 gegen 2 Uhr ist ein Lastwagen in ein Haus gerast. Er war von Weißenbrunn kommend in Richtung Kronach unterwegs.

Friedrichsburg - Heinrich Popp liegt im Bett. Gegen 2 Uhr hebt ihn ein Riesenschlag von der Matratze. "Das war so, als würden Mauern in sich zusammenstürzen", berichtet der Friedrichsburger am Freitagvormittag. Er ist nervös. Sein rechtes Bein schlottert. Als er nachts die Haustür öffnet, um nachzuschauen, was da passiert ist, sieht er nichts. Dort, wo sonst der Blick in Richtung Neuses frei ist, ist alles schwarz. "Ich dachte: 'Was ist jetzt kaputt? Da muss der Balkon runtergestürzt sein'", erzählt Popp. Er läuft hinten ums Haus herum. Zuerst fällt sein Blick auf einen Schutthaufen, der früher mal ein knapp vier Meter breiter Vorbau war. Darunter teilweise begraben ist das Auto seines Mieters. Dann erst sieht er den 40-Tonner, der quer über die Bundesstraße steht und sein Haus massiv beschädigt hat.

Heinrich Popp erkennt, dass die beiden Fahrer augenscheinlich wohlauf sind. Trotzdem greift er gleich zum Telefon und ruft die 112. "Du hast ja nix gesehen. Es hätte ja sein können, dass da irgendwo noch jemand liegt", meint der 64-Jährige. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind schnell vor Ort. Popp zittert an Armen und Beinen, wirft gleich mal eine Blutdrucktablette ein. "Ich bin leicht erregbar. Mein Sternzeichen ist Skorpion", sagt er und kann schon wieder lachen. Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt.

Im Polizeibericht heißt es später: Ein 61-jähriger rumänischer Lastwagenfahrer war in der Nacht von Kulmbach kommend in Richtung Kronach unterwegs. Im Ortsbereich von Friedrichsburg verlor er aufgrund überhöhter Geschwindigkeit, in einer abschüssigen Rechtskurve die Kontrolle über seinen 40-Tonner. Er geriet zunächst auf die Gegenfahrbahn, steuerte gegen und kam anschließend nach rechts von der Straße ab. Dort fuhr er erst gegen eine Stützmauer und anschließend gegen die Hauswand von Heinrich Popp. Der Lastwagen stellte sich quer und kam eingekeilt zwischen der Hauswand und der gegenüberliegenden Leitplanke zum Stehen. Durch den Aufprall beschädigte das Fahrzeug den Eingangsbereich des Hauses sowie einen darüber liegenden Balkon. Dieser stürzte herab und begrub ein geparktes Auto unter sich.

Der Lastwagen blockierte die gesamt Breite der Fahrbahn. Der Verkehr musste für die Dauer der Räumungsarbeiten von den Kräften der eingesetzten Feuerwehren Kronach, Weißenbrunn und Thonberg weiträumig umgeleitet werden. Die Bergungsarbeiten dauerten bis 6 Uhr morgens an. Es entstand ein Sachschaden von etwa 80 000 Euro. Nach Bezahlung einer Sicherheitsleistung konnte der Unfallverursacher gehen. "Wenn der Brummifahrer nicht ausreichend versichert ist, schaue ich in die Röhre", seufzt Heinrich Popp. Er weiß, dass es zum Problem werden könnte, dass der Lastwagen aus Rumänien war. Dann bleibt Popp am Ende vielleicht auf den Kosten sitzen. "Allein der Einsatz in der Nacht kostet sicher ein kleines Vermögen. Zwei Autokräne waren da und haben den Lastwagen von der Straße gepflückt", erzählt der 64-Jährige. Dennoch versucht er, das Positive in der Sache zu sehen: "Wenn einer ein so gut gepflegtes Fahrzeug hat, dann ist das eine gute Firma. Die wird hoffentlich auch gut versichert sein."

Für Heinrich Popp und seine Frau Bettina bedeutet dieser Unfall jetzt nichts als Arbeit, Arbeit, Arbeit. Sie haben bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen. Schuhe sind bei den beiden momentan Mangelware. Denn in dem Anbau befand sich ein Schuhschrank, von dem nichts mehr übrig geblieben ist. "Da stand auch noch ein Bierkasten. Der war Gott sei Dank leer", erzählt Heinrich Popp grinsend, während seine Frau aus den Trümmern eine Leiste zieht. "War das im Türrahmen?", fragt sie und schmeißt das Teil zu dem anderen Abfall. Am Vormittag war bereits jemand von der Versicherung vor Ort. In Kürze soll die Statik des Hauses geprüft werden. Wahrscheinlich wird ein Anwalt den Rest regeln müssen. Heinrich Popp weiß ungefähr, was nun alles auf ihn zukommt. Schließlich war vor drei Jahren schon einmal ein Auto in sein Haus gerast. Allerdings war das damals kein Ausländer, die Schadensregulierung gestaltete sich also einfacher.

Bericht: Neue Presse online
Fotos: Gerwin Lieb, Stefan Wicklein

 

 

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