Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kronach online        

Wir stehen 365 Tage im Jahr, egal ob Sonn- oder Feiertag, 24 Stunden am Tag und bei jedem Wetter für IHRE Sicherheit bereit.


IMPRESSUM    STARTSEITE  
 

 

Nach oben

Ideen, Anregungen,
Lob, Kritik?
Hier geht´s zum Gästebuch

Clipart Detailansicht

 

 

Großbrand Schwarzenbach

 

Flammeninferno im Sägewerk Rauschenhammermühle - Katastrophenalarm!

Die Rauschenhammermühle wurde in der Nacht vom 22. zum 23.08.2015 ein Raub der Flammen. An den Löscharbeiten waren auch Feuerwehren aus dem Kreis Kronach beteiligt. Umliegende Teiche und Flüsse wurden angezapft.

Seit 1661 gab es die Rauschenhammermühle, sie war immer in Familienbesitz der Ströhlas. In der Nacht zum Sonntag wurde das riesige Sägewerk ein Raub der Flammen. Der Schaden liegt bei 20 bis 25 Millionen Euro. Was übrig blieb, ist das Firmenschild mit dem Hinweis auf den Ursprung.

Der Großbrand ganz nah an der Landkreisgrenze rief auch zahlreiche Rettungskräfte aus dem Kreis Kronach zur Rauschenhammermühle bei Schwarzenstein. Laut Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger waren die Wehren aus Wallenfels, Steinwiesen, Marktrodach und Kronach mit mehreren Tanklöschfahrzeugen sowie die Feuerwehr Schnaid in der Nacht zum Sonntag im Einsatz. Abgelöst wurden sie von den Wehren aus Nordhalben, Birnbaum, Neufang und Wolfersgrün. Auch das Technische Hilfswerk aus Kronach war an der Brandstelle.

Kreisbrandinspektor Hans-Ulrich Müller fuhr mit der Marktrodacher Wehr zur Rauschenhammermühle. Auch er berichtete angesichts der Flammenhölle von Löschwassermangel. Das Wasser aus der Wilden Rodach war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Also musste mit Tanklöschfahrzeugen eine Stafette gebildet werden. Die Tanker holten Löschwasser aus Teichen und Flüssen der Umgebung und ließen es in Faltbehälter ab, aus denen die Pumpen vor Ort gespeist wurden. Auch das riesige Tanklöschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr Hof-Plauen war im Einsatz.


Die Hitze war groß

Müller berichtete von einer enormen Hitzeentwicklung, die die Feuerwehrleute und Fahrzeuge daran hinderte, die Straße entlang des brennenden Sägewerkareals zu befahren. Die aus Schwarzenbach am Wald (Richtung Hof) kommenden Fahrzeuge konnten nicht durchfahren, sondern mussten zum Auftanken umkehren. Die aus Richtung Löhmarmühle (Richtung Presseck und Wallenfels)eintreffenden Fahrzeuge waren ebenfalls zum Wenden gezwungen. "Die Brandstelle war bis etwa vier Uhr nicht passierbar", berichtete Müller. Die Leitpfosten entlang der Straße seien dahingeschmolzen.

Da das Sägewerk mit seinen großen Hallen nicht zu halten gewesen sei - "wir mussten das Sägewerk kontrolliert abbrennen lassen" -, habe man sich auf den Schutz der umliegenden Häuser beschränken müssen. Der Wald am Steilhang sei ebenfalls in Brand geraten. Dorthin zu gelangen, sei für die Feuerwehrleute nur mit drei bis vier Steckleitern möglich gewesen.

Weil die Gefahr bestanden habe, dass sich die Flammen nicht nur auf die Hallen des Sägewerks, sondern auch auf Wohnhäuser in Oberschwarzenstein ausbreiten, seien 25 Einwohner evakuiert worden. Im Morgengrauen hätten sie in ihre unbeschädigten Häuser zurückkehren können, weil man die Flammen eingedämmt habe. Insgesamt waren auch vier Helikopter im Einsatz. Einer kontrollierte per Wärmebildkamera Brandnester, drei waren mit Löschwasserbehältern ausgerüstet. Zunächst erwog der Einsatzleiter, in der Ködeltalsperre aufzutanken. Doch das ist eigentlich verboten. Aus dem Tosbecken konnten sich die Helikopter-Besatzungen nicht bedienen, weil die Aufwinde am Damm zu gefährlich sind. Also flogen die Löschhubschrauber zu Gewässern im Raum Hof, um aufzutanken.


Ausmaß der Zerstörung

Im Morgengrauen tat sich das ganze Ausmaß der Zerstörung auf: "Es gibt kein Sägewerk Ströhla mehr!", konstatierte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Der Komplex an aneinandergereihten Lager- und Werkshallen auf dem Areal des Firmengeländes wurde durch das Großfeuer komplett vernichtet und ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Brandstelle erstreckt sich auf eine Länge von mehreren Hundert Metern entlang der unmittelbar vorbeiführenden Staatsstraße. Insgesamt waren rund 700 Leute im Einsatz. In den Morgenstunden des Sonntags wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

Bericht: Friedwald Schedel, Fränkischer Tag

 

Die Feuerwehr Kronach war mit dem TLF 4000 vor Ort und hat im Pendelverkehr 40.000 Liter Löschwasser von Fels nach Rauschenhammermühle gefahren. Der Einsatz der FF Kronach endete gegen 09:00 Uhr des Folgetags.

 

Fotos Stefan Wicklein, FF Kronach:

 

Fotos Stephan Fricke, News5 (Herzlichen Dank!):

 

Kommentar der Frankenpost von Sören Göpel:
 

Respekt

Alle, die an diesem Einsatz beteiligt waren, können stolz auf sich sein. Sie sind die Leuchttürme unserer Gesellschaft, die guten Seelen in manchmal fürchterlichen Zeiten. 700 Helfer haben in der Nacht vom Samstag auf Sonntag eine noch größere Brandkatastrophe verhindert.

Alle, die an diesem Einsatz beteiligt waren, können stolz auf sich sein. Sie sind die Leuchttürme unserer Gesellschaft, die guten Seelen in manchmal fürchterlichen Zeiten. 700 Helfer haben in der Nacht vom Samstag auf Sonntag eine noch größere Brandkatastrophe verhindert. Wir sprechen hier von Freiwilligen. Sie haben kein Auge geschlossen, ihre Kinder standen morgens allein auf, ohne Papa oder Mama. Der Sonntagsausflug: gestrichen. Vielleicht auch die Goldene Hochzeit der Eltern. Mancher musste am Sonntagabend direkt wieder zur Nachtschicht, nach vierzehn Stunden Dauerstress. Hut ab vor allen, die sich unentgeltlich engagieren und jene, die den Helden unserer Gesellschaft den Rücken freihalten.
 

Ein wohltuender Kommentar in der Frankenpost. Wir geben den Dank aber auch an die Partner und Familienangehörigen - sowie die Arbeitgeber der Feuerwehrleute weiter, ohne deren Unterstützung das ehrenamtliche Helfen nicht möglich wäre.
 

 

Bericht des KFV Hof:

Gegen 23 Uhr ging ein Feueralarm der Brandmeldeanlage der Heinrich Ströhla Holzwerke im Schwarzenbacher Ortsteil Rauschenhammermühle bei der Leitstelle ein. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs wurde der Ernst der Lage erkannt und sofort eine Erhöhung der Alarmstufe auf Großbrand veranlasst. Eine Halle des Sägewerks stand in Vollbrand. Massive Flammen schlugen seitlich zehn Meter weit aus dem Gebäude in Richtung des direkt angrenzenden, bewaldeten Steilhangs. Viele Kilometer weit erhellte der Feuerschein den klaren Nachthimmel.

Das größte Problem für die Brandbekämpfer stellte die mangelhafte Löschwasserversorgung dar. Zwar gab es auf der Westseite einen Teich, jedoch war es in dem engen Tal aufgrund der enormen Hitzeentwicklung unmöglich von der Ostseite aus dorthin zu gelangen. Als einzige Quellen blieben hier neben einem Hydranten nur die Wilde Rodach, die sich durch das Tal schlängelt. Zuwenig Wasser, um die Feuerwalze effektiv stoppen zu können. Schon nach kurzer Zeit griffen die Flammen auf die benachbarte Halle über, in der tonnenweise luftig gestapelte Holzbretter dem Feuer ideale Nahrung lieferten. Höchste Gefahr für die Einsatzkräfte, die nun hastig Fahrzeuge, Pumpen und Schläuche aus dem Gefahrenbereich evakuieren mussten. Teile der Ausrüstung mussten in der Eile zurückgelassen werden und wurden ein Raub der Flammen. Innerhalb weniger Minuten stand auch diese Halle auf ihrer gesamten Länge von 50 Metern im Vollbrand.

Die Löschwassersituation verschlimmerte sich dadurch noch zusätzlich, da es im zurückliegenden Bereich keine Möglichkeit mehr gab, aus der Wilden Rodach anzusaugen. Als Gegenmaßnahme wurde versucht mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr Wasser von einem Hydranten aus Schwarzenbach an die Einsatzstelle zu fahren. Dazu wurden weitere Löschfahrzeuge, sämtliche Großtanklöschfahrzeuge des Landkreises und das Flugfeldlöschfahrzeug vom Flughafen Hof-Plauen nach Rauschenhammermühle beordert.

Durch die enorme Hitzeentwicklung konnten die Löscharbeiten nur aus der Distanz erfolgen. Das erschwerte den gezielten Einsatz des knappen Wassers zusätzlich. Auch der Pendelverkehr verursachte weitere Probleme. Anfangs waren nicht ausreichend Tanklöschfahrzeuge vorhanden, um die Versorgungskette lückenlos aufrecht zu erhalten. So entstanden Zwangspausen in der Brandbekämpfung, während denen sich das Feuer ungehindert weiter ausbreiten konnte.

Aus westlicher Richtung kämpften Einheiten aus den benachbarten Landkreisen Kronach und Kulmbach gegen die Flammen. Hier musste nicht nur das Feuer in den Gebäuden in Schach gehalten werden. Die Flammen hatten durch Hitzestrahlung und Funkenflug auf den angrenzenden Wald übergegriffen. An dem Steilhang gestaltete sich die Brandbekämpfung extrem schwierig. Mit Leitern versuchten die Einsatzkräfte die teilweise hundert Prozent Steigung zu überwinden. Immer weiter rückte die Front der Flammen vor und begann die Wohnhäuser im Schönbrunner Weg zu bedrohen. Erneut mussten weitere Feuerwehrkräfte alarmiert werden, um den Waldbrand aus der anderen Richtung bekämpfen zu können, um die Wohnsiedlung zu schützen. Von der Polizei wurde ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera angefordert, um aus der Luft die genaue Lage und Ausbreitung des Waldbrandes überwachen zu können.

Doch die Liste der Schwierigkeiten, mit denen die Einsatzkräfte zu kämpfen hatten, wurde noch länger. So tief im Tal gelegen, gab es keine zuverlässige Funkverbindung zur Leitstelle. Selbst der Kontakt zum westlichen Einsatzabschnitt war zeitweise unmöglich. Besonders bitter: Hoch auf dem Kamm über der Einsatzstelle thronte in Sichtweite ein Funksender für den neuen, digitalen Einsatzfunk für die Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Er war speziell hier errichtet worden, um die schlechte Funkversorgung im Bereich des brandgefährlichen Sägewerks zu verbessern. Geplante Indienststellung für die Feuerwehren: Anfang 2016. So musste stattdessen das Technische Hilfswerk Selb angefordert werden, um eine Funk-Relaisstation an der Einsatzstelle aufzubauen.

Um die Wasserversorgung zu verbessern, kam das Technische Hilfswerk Naila mit seiner Hannibal-Hochleistungspumpe zum Einsatz. Bei Bischofsmühle, rund zwei Kilometer von der Einsatzstelle entfernt, pumpte sie Wasser aus einem Teich in die Wilde Rodach, damit es Bach abwärts an der Einsatzstelle der Feuerwehr zur Verfügung stand. Zusätzlich wurden hier noch weitere Pumpen der Feuerwehr und mehrere Förderleitungen aufgebaut.

Am südlichen Hang verläuft ein Weg hoch über der Brandstelle. In unregelmäßigen Abständen waren hier Löschfahrzeuge zur Brandbekämpfung postiert, um eine Ausbreitung in dieser Richtung zu verhindern. Besonderes Kopfzerbrechen bereitete ein großes Spänesilo. Im Südwesten wurden kurzerhand mehrere Bäume gefällt, die den Löscharbeiten im Wege standen.

Mittlerweile hatte sich das Feuer auf die nächste Halle ausgeweitet und bewegte sich mit erschreckender Geschwindigkeit auf den Standort der Einsatzleitung im Büro des Sägewerks sowie der Unfallhilfsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes zu. Waren sie zu Beginn des Einsatzes noch über 300 Meter von der Brandstelle entfernt, mussten beide nun aus Sicherheitsgründen abgebaut und verlegt werden. Die Einsatzleitung wurde nun im weitere 700 Meter entfernten Gasthof Rodachtal eingerichtet.

Mit zunehmender Einsatzdauer stieg die Belastung der Helfer. Manche waren am Samstag Morgen bereits mehrere Stunden bei einem Brand einer Lagerhalle in Helmbrechts im Einsatz gewesen. Die Einsatzleitung war nur spärlich besetzt, da viele Funktionsträger an vorderster Front in der Brandbekämpfung eingebunden waren. Der Rewe-Supermarkt in Schwarzenbach am Wald versorgte die Einsatzstelle noch in der Nacht unbürokratisch mit Getränken, Müsliriegeln und Süßigkeiten als Energielieferanten. Später kümmerten sich das Rote Kreuz und Technische Hilfswerk im Wechsel um die Verpflegung mit belegten Brötchen, Würstchen und Gebäck.

Damit das Schaummittel nicht knapp wird, wurden sämtliche Reserven aus den Feuerwehren im gesamten Landkreis an die Einsatzstelle beordert. Viele der anliefernden Kräfte wurden kurzerhand ebenfalls mit an der Einsatzstelle eingebunden. Von der 80 Kilometer weit entfernten Feuerwehr Pegnitz im Landkreis Bayreuth wurde ein Abrollbehälter Sonderlöschmittel angefordert. Um den Treibstoffbedarf der Fahrzeuge und Pumpen decken zu können, kam außerdem ein Tanklaster an die Einsatzstelle.

Trotz aller Bemühungen konnten es die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass gegen 02:30 Uhr schließlich auch der vordere Teil des Sägewerks komplett in Flammen stand. Das Feuer hatte sich nun auf 400 Metern den gesamten Gebäudekomplex einverleibt und buchstäblich dem Erdboden gleich gemacht. Zurück blieben riesige, glühende Berge aus Schutt, stehengebliebene Stahlgerippe und Betonpfeiler, verglühte Überreste von Maschinen und einige wenige stark einsturzgefährdete Mauern.

Die Anzahl der Einsatzkräfte war zwischenzeitlich auf über 500 angewachsen, davon rund 400 Feuerwehrleute. Um das ganze Ausmaß bewältigen zu können, wurde gegen vier Uhr schließlich der Katastrophenfall ausgerufen.

Gegen sechs Uhr zog die Einsatzleitung ein weiteres Mal um. Diesmal an den Sportplatz, wo das Technische Hilfswerk Selb eine mobile Führungsstelle aufgebaut hatte.

Immer noch galt es, die weiterhin lodernden Flammen zu löschen, sowohl im Bereich des Sägewerks, als auch im Waldgebiet. Zur Unterstützung wurden schließlich zwei weitere Hubschrauber mit Löschwasserbehältern angefordert. Zur Befüllung der Behälter kamen die Flughelfer der Feuerwehr Bayreuth zum Einsatz. Über Stunden hinweg flogen nun die drei Hubschrauber im Dauerbetrieb Löschwasser zur Einsatzstelle, um dies aus der Luft auf die Brandstellen abzuwerfen. Anfangs wurde zunächst das Waldgebiet abgelöscht, da dies für die Feuerwehrkräfte nur schwer zu erreichen war. Als dort schließlich alle verbliebenen Brandnester gelöscht waren, unterstützten die Flugstaffeln die Löscharbeiten an den niedergebrannten Gebäuderesten.

Das große Silo bereitete weiterhin Kopfzerbrechen. Es wurde ein Sachverständiger angefordert, um die Einsturzgefahr zu beurteilen. Aus Selb wurde schließlich ein Fachberater von der Feuerwehr Selb zur Einsatzstelle gebracht. Dieser konnte jedoch Entwarnung geben. Von dem Silo ging keine Gefahr aus. Die anderen Gebäudeteile, die stark einsturzgefährdet waren, wurden mit dem Radlader des Technischen Hilfswerks Naila kontrolliert zum Einsturz gebracht.

Am späten Nachmittag waren die Löscharbeiten schließlich weitestgehend abgeschlossen. Jetzt waren nur noch Nachlöscharbeiten für die immer wieder aufflammenden Glutnester erforderlich. Somit konnten sich auch die Löschhubschrauber wieder auf den Heimflug machen. Nachdem seit dem frühen Morgen ununterbrochen der Lärm der Rotoren in der Luft lag, kehrte nun Stille ein.

Bis zum Abend konnte die Anzahl der verbliebenen Einsatzkräfte immer weiter reduziert werden. Für die zweite Nacht reichte eine kleine Abordnung für die Brandwache aus. Unterstützt wurde sie von der Fachgruppe Beleuchtung des Technischen Hilfswerks Pegnitz, die die Einsatzstelle die Nacht über ausleuchtete.

Am Montag um 11 Uhr wurde schließlich der Katastrophenfall wieder aufgehoben. Am Ende waren insgesamt über 800 Kräfte im Einsatz. Die überwiegende Mehrheit davon ehrenamtlich.

Wir danken allen Einsatzkräften, den Feuerwehren Albertsreuth-Götzmannsgrün, Bad Steben, Bayreuth, Berg, Bernstein am Wald, Brunnenthal, Carlsgrün, Culmitz, Dürrenwaid, Döbra, Döhlau, Enchenreuth, Feilitzsch, Göhren-Grubenberg, Gösmes, Geroldsgrün, Gottsmannsgrün, Schönbrunn, Haidengrün, Hallerstein, Helmbrechts, Hof, Köditz, Kemlas, Kleindöbra, Kronach, Löhmar, Langenbach, Lehsten, Lippertsgrün, Münchberg, Marktrodach, Marlesreuth, Marxgrün, Meierhof, Naila, Neufang, Nordhalben, Oberkotzau, Pegnitz, Presseck, Regnitzlosau, Rehau, Rudolphstein, Schnaid, Schwarzenbach am Wald, Schwarzenbach an der Saale, Schwarzenstein, Selb, Selbitz, Sparneck, Stadtsteinach, Stammbach, Steinbach, Steinwiesen, Straßdorf, Töpen, Trogen, Wüstenselbitz, Wallenfels, Wolfersgrün, Zell im Fichtelgebirge, der Flughafenfeuerwehr Pirk, den Unterstützungsgruppen Örtliche Einsatzleitung Hof-Land und Hof-Stadt, dem Technischen Hilfswerk Hof, Kronach, Kulmbach, Naila, Pegnitz, Selb, vom Bayerischen Roten Kreuz den Rettungswachen Hof, Marktredwitz, Münchberg, Naila, Oberes Rodachtal, den Bereitschaften Bad Steben, Berg, Helmbrechts, Hof, Leupoldsgrün, Marktredwitz, Münchberg, Naila, Regnitzlosau, Schauenstein, Selbitz, Steinbach, den Notarztwachen Hof, Münchberg, Naila, Wunsiedel, der Wasserwacht Rehau und Schwarzenbach am Wald, dem Helfer vor Ort Schwarzenbach am Wald, den Unterstützungsgruppen Sanitätseinsatzleitung Hof und Wunsiedel, den Integrierten Leitstellen Hochfranken, Coburg und Bayreuth, der oberfränkischen Polizei, den Hubschrauberbesatzungen, dem Landratsamt Hof, dem Rewe Schwarzenbach am Wald, dem Gasthof Rodachtal, dem ATSV Schwarzenstein und allen, die wir in dieser Auflistung vergessen haben. Einfach nur Danke!

 

Dank von Einsatzleiter Markus Hannweber:

Brand Holzwerke Ströhla – Rauschenhammermühle

Von Samstag, den 22.08.2015, ca. 23:00 Uhr bis Montag, den 24.08.2015, ca. 21:00 Uhr
Katastrophenalarm nach Artikel 6 Bayerisches Katastrophenschutzgesetz

Inzwischen ist dieses Ereignis medial ziemlich präsent gewesen und viele Informationen zum Einsatz sind schon bekannt. Es gibt viele Bilder und auch einige Video-/TV-Berichte.

Nachdem jetzt einige Stunden vergangen sind, ist es mir ein persönliches Anliegen allen eingesetzten Kräften und Helfern meinen größten Dank und meine tiefste Anerkennung auszusprechen und meinen größten Respekt für den erbrachten Einsatz zu zollen.

Doch vorne weg:

Meine Gedanken und meine besten Wünsche sind bei der Familie Heiner Ströhla. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung in einer solchen Situation eine Familie kennenlernen zu dürfen, die, obwohl sie dabei waren alles zu verlieren, ihre Existenz in Frage steht, absolut ruhig geblieben ist. Sie haben uns, den Einsatzkräften allen vertraut, sie waren dabei als wir teilweise Entscheidungen fällten, in denen es auch darum ging, dass wir Teile ihres Hab und Gutes aufgeben werden. Sie stellten uns nie in Frage. Nicht ein Wort der Kritik. Sie zollten uns allen ihren Respekt für die erbrachte Leistung. Sie lobten, sie ermutigten uns. Und das obwohl sie jetzt selbst alle Kraft für sich benötigen werden. Sie danken allen Einsatzkräften. Dies so zu erleben hat mich tief beeindruckt und ich habe wahre menschliche Größe erlebt. Meine besten Wünsche gehen an die Familie Heiner Ströhla und allen ihren Mitarbeitern. Ich wünsche ihnen viel Kraft und Erfolg für ihre Zukunft.

Zum Einsatz:

Dieser Einsatz war sicher nicht nur für mich der größte Einsatz den ich und wir erlebt haben.Ein Einsatz in dieser Dimension ist außergewöhnlich.

Leider konnten wir trotz des frühzeitig hohen Kräfteeinsatz die Holzwerke Ströhla nicht retten.
Annähernd das gesamte Werk wurde ein Raub der Flammen.
Jedoch konnten wir wenigstens Werkstatt, Verwaltungs-, Wohngebäude, Teile des Holzlagers und die unmittelbar angrenzende Kläranlage vor den Flammen retten.
Außerdem wurden entstehende Waldbrände, Entstehungs- und Kleinbrände durch Funkenflug bei einem Aussiedlerhof in Schönbrunn und der Flammenübergriff auf die bebaute Wohnsiedlung in „Oberschwarzenstein“ verhindert.

In der Spitze waren über 700 Einsatzkräfte gleichzeitig im Einsatz. Durch Personaltausch waren insgesamt über 1.200 Einsatzkräfte an diesem Einsatz beteiligt.
Ich bin glücklich darüber das es bei diesem Einsatz keine schwerverletzten Personen oder Helfer/Einsatzkräfte gab.
Lediglich 4 Helfer wurden leichtest verletzt. Diesen 4 Kameraden wünsche ich eine gute Besserung.

Meinen Respekt zolle ich allen Helfern. Der allergrößte Teil dieser Helfer war ehrenamtlich tätig. Trotz „Ehrenamt“ wurde eine absolut professionelle Leistung erbracht.

Jeder hat seine Aufgaben ohne „meckern und murren“ abgearbeitet. Egal ob jemand müde oder hungrig war, ob er oder sie an vorderster Front gegen die Flammen kämpfte oder in Entfernung dafür sorgte dass das Löschwasser zuverlässig und ausreichend an die Einsatzstelle kam, ob er im Bereitstellungsraum auf Aufgaben warten musste oder als „innere Sicherheit“ stundenlang auf Abruf stand oder auch die Kameraden die mit ihren Feuerwehren nicht alarmiert wurden, weil sie zuhause für den Grundschutz des restlichen Landkreises sorgten. Diejenigen die sich um die Verpflegung und die Versorgung kümmerten, in Bereitschaft standen falls es Verletzte gegeben hätte oder im Rückwärtigen Bereich unterstützen.
Alle erledigten die ihnen zugeteilten Aufgaben korrekt, kompetent und ohne Diskussionen.

Ich bin Stolz darauf zu einer Gemeinschaft von Menschen gehören zu dürfen die sich ehrenamtlich engagieren. Menschen in meinen Bekannten- und Freundeskreis zu haben, die selbst ihre eigene Gesundheit riskieren um ihre Mitmenschen zu schützen. Kollegen zu haben die ihre Aufgabe nicht nur als Job sehen, sondern als Profession begreifen und leben.
Ich bin stolz darauf von diesen in ihrer Mitte aufgenommen worden zu sein.

Es beeindruckt zu sehen, was „Wir“ alle miteinander leisten können wenn es plötzlich „um die Wurst geht“.
Gemeindegrenzen, Landkreisgrenzen, Organisationszugehörigkeiten, persönliche Gesinnungen, alles spielte keine Rolle mehr. Alle hatten das gleiche Ziel, sprachen die gleiche Sprache und hatten gemeinsam Erfolg.

Ich bedanke mich bei allen Kameradinnen und Kameraden, Kolleginnen und Kollegen, Bekannten und Freunde der
- Feuerwehren
- Technisches Hilfswerk (THW)
- Rettungsdienst
- BRK – Sanitätsdienst
- BRK- Betreungsdienst
- Wasserwacht
- Bergwacht
- Landespolizei (mit allen Kolleginnen und Kollegen, dem Dienststellenleiter der PI Naila, der Polizeieinsatzzentrale Oberfranken und dem Polizeipräsidium Oberfranken)
- Bundespolizei
- Stadt Schwarzenbach a.Wald
- Fachberater THW
- Einsatzleiter Rettungsdienst
- Sanitätseinsatzleitung (UG-SanEL, ORGL, LNA)
- Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung
- allen besonderen Führungsdienstgraden (Kreisbrandmeister, Kreisbrandinspektoren)
- Kreisbrandrat Reiner Hoffmann (der in meiner Ruhepause die Örtliche Einsatzleitung übernahm)
- Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes Hof
- unserem Landrat Dr. Oliver Bär

meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der rückwärtigen Führungseinrichtung, der Integrierten Leitstelle HochFranken

und natürlich ganz besonders meinen Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr Schwarzenbach a.Wald mit allen ihren Ortsteilwehren.

Sie alle waren diejenigen die zumeist über eigentliche Leistungsgrenzen hinweg mit ihrem ganz persönlichen Einsatz für diesen Einsatzerfolg sorgten.

Danke!

Gez.
Markus Hannweber
Örtlicher Einsatzleiter
Kommandant der FF Schwarzenbach a.Wald
Leiter der ILS HochFranken
 

 

 

 

Nach oben Maschinenbrand Stockheim Schwerer VU Dörfles PKW Brand Stöhrstraße Brand Müllhütte Containerbrand Neuses Wohnhausbrand Siedlung Heckenbrand Ziegelerden Flächenbrand Wötzelsdorf Flächenbrand Gehülz Zimmerbrand Seniorenhaus Großbrand Schwarzenbach Verkehrsunfall B173 Großbrand Au Zimmerbrand Wallenfels PKW Brand Bahnhof Brand Mülltonne