Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kronach online        

Wir stehen 365 Tage im Jahr, egal ob Sonn- oder Feiertag, 24 Stunden am Tag und bei jedem Wetter für IHRE Sicherheit bereit.


IMPRESSUM    STARTSEITE  
 

 

Nach oben

Ideen, Anregungen,
Lob, Kritik?
Hier geht´s zum Gästebuch

Clipart Detailansicht

 

1906 Stadtmauereinsturz

 

Am 3. März 1906 stürzte die Stadtmauer in der Schwedenstrasse zwischen Storchenturm und Pförtchen ein. Hier einige Bilder und die Orginalberichterstattung aus der Zeitung "Fränkischer Wald" von 1906.

Fränkischer Wald vom Montag, den 05.03.1906

Der Mauereinsturz im Krahnenberg. Vergangenen Samstag kurz nach 2 Uhr ertönte vom Krahnenberg her ein gewaltiger Krach; eine Staubwolke erhob sich unterhalb des Storchenturmes, und als diese sich verzogen hatte, sah man von dem Hause des Zahntechniker Metzner (frühere Wirtschaft zur Wolfsschlucht) keine Spur mehr. Ein großer Teil der Stadtmauer war plötzlich eingestürzt und hatte mit ihren Stein- und Schuttmassen alles begraben. Drei Kinder, die sich im Obergeschoß befanden, wurden wie durch ein Wunder so glücklich herausgeworfen, daß sie keinen ernstlichen Schaden nahmen. Die im unteren Stockwerk mit ihrem Enkelkind sich aufhaltende 57 Jahre alte Witwe Barbara Weber konnte nach mühevoller Arbeit seitens der freiw. Feuerwehr und der Sanitätskolonne nur als Leiche aus dem Schutt hervorgeholt werden. Angestellte Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg. Mit ihrem Körper hatte sie ihr Enkelkind, ein 2 ½ jähr. Mädchen beschützt, so daß das Kind dem Tode entging und nur ganz unbedeutende Verletzungen erhielt. Großes Bedauern zeigte sich allseitig für die so gewaltsam dem Leben entrissene brave Frau. Das Mobilliar wurde völlig zertrümmert. Schreckliche Folgen hätte der Mauereinsturz gehabt, wenn derselbe während der Nacht erfolgt wäre. Ein Glück war es, daß im Augenblick des Einsturzes keine Personen sich auf dem vielbegangenen Wege zur Festung oder auf der Straße zum Krahnenberg befanden. - Ein Jagdhund, der sich in der Wohnung der Frau befunden hatte, sprang gleich nach dem Einsturz, ohne Schaden genommen zu haben, aus dem Schutte hervor.

 

Oeffentlicher Dank!

Der freiw. Feuerwehr Kronach, der freiw. Sanitätskolonne, der verehrl. Nachbarschaft und Allen, die am Samstag bei dem Mauereinsturz im Krahnenberg an den Aufräumungsarbeiten sowie bei Rettung der Kinder so tatkräftig Hilfe leisteten, sei hiermit herzlichst gedankt.

Georg Metzner.    Fritz Betz. Joseph Weber.

Bericht und Bilder: Stefan Wicklein

 

 

Nach oben 1896 Brand Reichsadler 1906 Stadtmauereinsturz 1951 Flügelbahnhof 1954 Brand Voitländer 1967 Brandstiftungsserie 1967 Jahrhunderflut