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1951 Flügelbahnhof

 

Großfeuer am Kronacher Flügelbahnhof

Dort, wo heute Baumaschinen rattern und fleißige Hände damit beschäftigt sind die Landesgartenschau zu gestalten, ereignete sich 1951 ein Inferno, welches zu den größten Bränden in der Kreisstadt zählte.


Es war Dienstag, der 17. April 1951, wenige Minuten vor 12 Uhr, als dicke schwarze Rauchschwaden unheilverkündend vom Süden gegen die Stadt zogen. Es bedurfte keiner Sirene um ganz Kronach auf die Beine zu bringen.


Am Flügelbahnhof standen - angefacht von einem starken Südwind - innerhalb weniger Minuten vier große Lagerhallen in Brand, genährt von den dort aufbewahrten, zum Teil leicht entzündlichen Materialien. Mehrmals unterbrochen von dumpfen Explosionen entstand eine fürchterliche Hitze, so dass selbst die Firma Handwerksbedarf am benachbarten Pfählanger es für ratsam hielt, die Dächer ihrer Fabrikationsgebäude mit Wasser zu kühlen.

 


Innerhalb weniger Minuten traf die Kronacher Feuerwehr mit ihrem einzigen Löschfahrzeug LF15 ein, denn das neu bestellte Löschfahrzeug sollte erst im Monat Mai ausgeliefert werden. Dem glücklichen Umstand war es zu verdanken, dass damals das Löschfahrzeug noch bis an den Fluss fahren konnte, um das Löschwasser aus der Haßlach zu entnehmen und um gleichzeitig kurze Schlauchstrecken aufzubauen. Da für die südlichste Halle des Lohwerkes Nietner, sowie einem Kunstdüngerlager höchste Gefahr bestand, da dieses schon teilweise vom Feuer angegriffen war, wurden mehrere B-Leitungen vom LF zur Brandstelle verlegt, um zu retten, was noch zu retten war. Durch den Löschangriff von allen Seiten und in aufopferungsvoller, sehr gefährlicher Arbeit gelang es den Wehrmännern das Lohwerk, sowie die angrenzenden Werkstätten und Lagerhallen der Bahn zu erhalten.
Große Gefahr bestand auch für das unmittelbar gegenüber der Straße liegende ESSO-Tanklager und für das damalige Bauernvereinslagerhaus (dem heutigen BayWa-Baumarkt). Hätte sich das Feuer noch bis dahin ausgeweitet, wäre vielleicht eine für Kronach verhängnisvolle Katastrophe eingetreten.


Aber systematisch gelang es den Wehrmännern die Flammen der Hallen der Firma Eisengroßhandlung Wicklein, Lederhandlung Leupold und Hans Schmidt, sowie der Landmaschinenfirma Christian K. Müller nieder zu kämpfen, wobei auch Schaumlöschgeräte eingesetzt wurden, um große Mengen Gummireifen abzulöschen.
Tausende von Neugierigen eilten zum Brandplatz und die Stadt- und Bahnpolizei hatten alle Hände voll zu tun, um die Arbeiten der Feuerwehr nicht zu gefährden.

 


Dicht gedrängt verfolgten die Zuschauer die gefährliche aber gute Arbeit der Kronacher Feuerwehrmänner, welche sich über sieben Stunden erstreckte.

Als die Feuerwehr die Brandstelle verließ, blieb ein ein Bild der Verwüstung zurück. Verkohlte Balken starrten gespenstisch gegen den Abendhimmel, inmitten der Umrisse ausgeglühter landwirtschaftlicher Maschinen.
Eine verheerende Katastrophe wurde verhindert, zurück am Platz des Geschehens blieb aber sicherlich viel, wofür die Stadt Kronach heute an Altlastensanierung teuer bezahlen musste.

Ehrenkommandant Georg Hugel (+)

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